15. März 2017

'Am Laufsteg der Gefühle: Jung und frei' von Bella Schönwetter

Virginia, ein einfaches Mädchen vom Lande, gewinnt den großen Modelcontest in der Wiener Stadthalle. Alles scheint perfekt zu sein. Doch als sie schwanger wird, verlässt sie ihr Freund. In Begleitung ihres Hundes fährt sie nach Berlin. Auf der Zugfahrt lernt sie eine schöne und verrückte Punkerin kennen. Sie verlieben sich und fühlen sich jung und frei ...

Neugierig geworden? Es erwarten dich schöne Models, Liebe, Erotik und ein spannendes Abenteuer. Ein Buch voller unerwarteter Wendungen. So spannend wie das Leben selbst.

Gleich lesen: Am Laufsteg der Gefühle: Teil eins: Jung und frei

Leseprobe:
Virginia ist viel zu aufgebracht. Sie möchte sich jetzt auch nicht mehr aufregen. Möchte ihr Kind nicht wegen so einem Idioten verlieren. Virginia geht ins Freie.
Es regnet. Virginia wird nass, doch das ist ihr egal. Sie will nur noch weg. Weg von dieser Bar, weg von Ben und Conny, raus aus dieser Stadt. In ihrer Wohnung packt Virginia die nötigsten Kleider zusammen. Voller Zorn wirft sie ein paar Teller gegen die Wand. Die Scherben lässt sie am Boden liegen. Geld hat sie genug.
Ihren Hund Timmi nimmt sie mit. Er ist immer an ihrer Seite. Timmi passt auf Virginia auf. Sie fährt mit dem Taxi zum Westbahnhof. Dort geht sie zum nächsten Schalter.

Verkäufer: „Wie viele Tickets brauchen Sie?“
Virginia: „Nur für mich und meinen Hund.“
Verkäufer: „Hin und zurück?“
Virginia: „Ein One way Ticket, Bitte.“
Verkäufer: “Wohin soll es gehen?“
Virginia: „Mir egal. Nur raus aus dieser Stadt!“
Verkäufer: „Tut mir leid, aber sie müssen mir schon ein Ziel sagen!“
Virginia: „Na schön, dann geben sie mir ein Ticket für den nächsten Zug, der aus dieser Stadt fährt!“
Verkäufer: „Nun gut, das wäre dann Berlin.“
Virginia: „Berlin ist super. Die schönste Stadt der Welt, dort ist immer was los. Hier ist das Geld, ich kaufe das Ticket.“

Zug Wien-Berlin
Virginia kann Ben zum Teil ja auch verstehen. Sie hatte selber schon oft dieses Distanz-Nähe Problem. Sie war ja in der letzten Zeit wirklich kaum in Wien gewesen. Dennoch hat sie von ihrem Freund erwartet, dass er ihre Karriere mitträgt. Was wäre geschehen, wenn sie wegen ihrer Beziehung auf das Modeln verzichtet hätte? Vielleicht hätte ihr Freund sie drei Monate später verlassen? Nein, das wäre keine gute Idee gewesen! Jetzt fühlt sich Virginia scheiße. Jetzt fühlt sie sich alleine. Sie streichelt ihren Bauch und sagt: „Wir werden das schaffen. Es wird vielleicht nicht immer leicht werden, aber ich werde Dich auch ohne Vater groß ziehen. Ich liebe Dich!“
Virginia hatte sich am Bahnhof noch ein Handy gekauft. Für Notfälle. Aber jetzt hatte sie keine Lust zu telefonieren. Sie ist müde. Es ist spät. Virginia sieht sich das Zugticket an. Berlin war keine schlechte Wahl. Sie war schon öfters dort. Sie liebt die Spree und den Alexanderplatz. Timmi ist auch müde. Er gähnt.
Der Hund macht es sich unter dem Sitz bequem. Virginia hat keine Ahnung, wie es weiter gehen soll. Sie streichelt Timmi. Das beruhigt sie.
Virginia macht die Augen zu. Denkt über viele Dinge nach. Über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Plötzlich geht das Zugsabteil auf und Virginia traut ihren Augen nicht!
Eine große Punkrockerin betritt das Abteil. In der Hand hält sie eine Flasche Bier. Sie hat einen großen grünen Irokesen. Sie trägt Lederkleidung, sexy Strumpfhosen und Lederstiefel. Auf ihrem Tshirt steht: Scheiß Mode.
Punkgirl: „Hey. Was geht ab?. Darf ich mich dazu setzen?“
Virginia möchte jetzt eigentlich „Nein“ sagen. Aber ihre Höflichkeit verbietet ihr das. Sie zeigt mit ihrer Hand auf den Sitz und sagt: “Bitte, setz Dich.“
Punkgirl: „Ich heiße Carla. Hast Du auch einen Namen?“
Virginia:“Hör mal, ich bin gerade nicht so in der Stimmung für große Gespräche.“
Carla: „Oh da hat aber jemand schlechte Laune! Mal sehen, ob wir das Eis brechen können.“
Carla macht ihren Rucksack auf und drückt Virginia eine Flasche Bier in die Hand.“
Virginia: „Danke, aber ich trinke keinen Alkohol.“
Carla: „Wieso, musst Du Auto fahren?“
Virginia möchte nichts von ihrer Schwangerschaft sagen.
Virginia, lacht: „Nein, ich nehme Antibiotika.“
Carla: “Verstehe. Dein Freund hat Dich sitzen lassen und jetzt läufst Du davon.“
Virginia: “Woher weißt Du das?“
Carla: “So eine junge schöne Frau reist alleine im Zug? Um diese Uhrzeit“
Virginia gibt ihr die Hand: “Ich heiße Virginia.“
Punkerin: “Sag Carla zu mir.“
Carla streichelt Timmi: “Das ist aber ein lieber Hund.“
Virginia: “Ja. Er heißt Timmi.“
Carla: “Das drei färbige Fell finde ich so schön.“
Virginia: “Gib mir das Bier. Eins werde ich schon vertragen können. Und ja Du hast Recht. Mein Ex ist ein Arschloch. Er hat mich sitzen lassen.“
Carla: “Das erste Mal, bin ich weggelaufen, als ich 12 war. Mein Stiefvater hat mich geschlagen und als er mich im Suff vergewaltigen wollte, habe ich meine sieben Sachen gepackt und bin weggelaufen. Dann war ich jedes Jahr in einem anderen Jugendheim. Du weißt schon, das übliche Programm für Menschen wie mich.“
Virginia: “Tut mir leid für Dich.“
Carla: “Passt schon. Ich bin ja glücklich, so wie ich bin. Ich brauche keine Aktienkurse oder anderen Unsinn lernen.“

Im Kindle-Shop: Am Laufsteg der Gefühle: Teil eins: Jung und frei

Mehr über und von Bella Schönwetter auf ihrer Website.



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