27. September 2013

'NESTROKA - Der Geist des Paters' von Alexander Pelkim

Ein spannender Mystery-Thriller. Zwei junge Mädchen, Jessica und Tammy, werden kurz hintereinander entführt. Die beiden Brüder eines der Mädchen gehen auf eigene Faust auf die Suche nach den Verschwundenen. Wenig später beginnt eine rätselhafte Mordserie mit einem mysteriösen Tatverdächtigen. Zuerst ohne erkennbare Zusammenhänge. "Detective" Chief Inspector David Ashborn und sein junger Kollege von Scotland Yard beginnen zu ermitteln.

Die Journalistin und Schriftstellerin, Cynthia Walden-Jones, mischt sich in die Ermittlungen ein. Zum Leidwesen des leitenden Beamten jedoch zur Freude seines Kollegen. Gemeinsam versuchen sie die Hintergründe der Morde aufzudecken.

Statt Antworten gibt es immer mehr Fragen und Tote. Wo sind die beiden vermissten Mädchen? Was passiert in den illustren Kreisen einer exklusiven Villa? In welcher Verbindung steht das organisierte Verbrechen mit dem Fall? Was haben ein Geistlicher und ein vor Jahrhunderten hingerichteter Pater damit zu tun?

Gleich lesen: NESTROKA - Der Geist des Paters

Leseprobe:
Nichts ahnend ging das junge Mädchen die Straße entlang. Ihre beigefarbene Schultasche hing über der linken Schulter. Auf der anderen Seite hatte sie ein Buch unter den Arm geklemmt. Sie hatte es eilig und achtete weder nach links oder rechts noch darauf was hinter ihr passierte. Demzufolge war sie völlig überrascht, als sie plötzlich das Motorgeräusch direkt neben sich wahrnahm. Fast völlig lautlos war der Wagen herangeglitten.
Sie hörte das Geräusch einer Schiebetür. Starke Arme packten sie und zerrten sie von der Straße. Das Buch entglitt ihr und fiel direkt auf die Bordsteinkante. Bevor sie schreien konnte, legte sich eine große, nach Nikotin riechende Hand über ihren Mund. Der Geruch nach Tabak und Rauch bereitete ihr Übelkeit. Dazu kam Atemnot, weil die fremde Hand gleichzeitig ihre Nase verschloss.
Eine Tür schlug zu, es wurde dunkel. Man legte sie unsanft auf irgendwelche rauhen Stoffdecken und band ihr die Hände auf dem Rücken zusammen. Sie schnappte nach Luft und stöhnte dabei leise. Ihr Herz klopfte vor Aufregung bis zum Hals. Auf den ersten Schreck folgte totale Verwirrung. Einen klaren Gedanken zu fassen, war für sie momentan nicht möglich.
»Nicht schreien und nichts sagen. Einfach nur Maul halten, sonst klebe ich dir´s zu«, fauchte sie eine herrische Stimme an. Das Mädchen war viel zu perplex um den Mund aufzumachen. Vorsichtig schaute es sich um und erkannte schemenhaft zwei Gestalten, die neben ihr auf dem Boden hockten. Bewegungen und Geräusche sagten ihr, dass der Wagen fuhr. Nur spärliche Helligkeit drang in den Raum, der die geschlossene Ladefläche eines Transporters zu sein schien. Das wenige Licht kam von einem Durchgang. Vermutlich befand sich dort die Fahrerkabine. Nur der Vorhang davor ließ ein wenig Tageslicht hindurch, ansonsten war es ziemlich düster in dem Raum.
Von der ganzen Aktion schien niemand was bemerkt zu haben. Nur das Schulbuch blieb einsam auf dem Gehweg zurück. Kurz danach verließ eine weitere Schülerin verspätet das Schulgelände und entdeckte das Buch. Kopfschüttelnd hob sie es auf, blickte sich um, sah niemand und ließ es in ihre Tasche gleiten.

Seit zwei Tagen war ihre Schwester jetzt verschwunden. Genau so lange suchte er mit seinem großen Bruder schon nach ihr. Er hieß Gabriel und war ein großer schlaksiger Sechzehnjähriger von über Einmetersiebzig mit schulterlangem braunen Haar, dass er bei jeder Gelegenheit hinter seinen Ohren zu bändigen versuchte. Jeffrey, sein zwei Jahre älterer Bruder, sah ihm von den Gesichtszügen her unwahrscheinlich ähnlich. Dasselbe ovale, ebenmäßige Gesicht mit schmaler Nase und hellen Augen. Ansonsten zwar ebenfalls recht schlank war der Ältere aber weit aus muskulöser und erschien von der Statur her bedeutend größer als sein Bruder, obwohl der Unterschied gerade mal bei vier Zentimeter lag. Zudem trug Jeffrey sein braunes Haar sehr kurz und wirkte durch die sprießenden Bartstoppeln noch etwas männlicher und nicht unattraktiv. Das bestätigten ihm seine Erfolge beim weiblichen Geschlecht. Nur waren diese Äußerlichkeiten und Vorzüge im Moment überhaupt nicht relevant. Wichtig war dafür die Familie, vorzugsweise ihre jüngere Schwester.
Jessica war einfach von der Schule nicht mehr nach Hause gekommen. Wie vom Erdboden verschluckt. Keiner hatte sie nach Verlassen des Schulgeländes nochmal gesehen. Nirgends war Jessica aufgetaucht. Bei niemandem hatte sie sich seitdem gemeldet. Das war absolut nicht ihre Art.
Gabriel, ihr zwei Jahre älterer Bruder kannte sie nur als zuverlässige Person. Sie war inzwischen die vernünftigste und zielstrebigste in ihrer verkorksten Familie. Mit ihren vierzehn Jahren zudem sehr selbstständig und verantwortungsbewusst. Außerdem die einzige Stütze ihrer Mutter im Haushalt. Gabriel und Jeffrey mochten und schätzten sie sehr. Auch wenn sie manchmal das Regiment führte wie eine Große. »Putzt euch die Schuhe ab«, »Schmeißt eure Sachen nicht rum« oder »Holt dies« und »Tut das«, war nur ein Teil ihres Repertoires an Anweisungen.
Sie kümmerte sich um die beiden jüngeren Geschwister, Danielle und Simon, zehn und acht Jahre alt, wenn Mutter bei einer ihrer vielen Putzstellen war. Mit störrischer Gelassenheit ertrug sie ihren Vater, wenn der öfter mal von einem seiner Gelegenheitsjobs betrunken und nörgelnd nach Hause kam. Trotzdem verlor sie dabei nie ihr eigenes Ziel aus den Augen. Und das hieß: Weiterführende Sekundarstufe II und damit die Möglichkeit die Hochschulreife zu erreichen.

"NESTROKA - Der Geist des Paters" im Kindle-Shop

Mehr über und von Alexander Pelkim auf seiner Website.

24. September 2013

'Junimond' von Katrin Bongard

Ein sonniger Roman über Freundschaft und Liebe. Olivia, Ares und Nick sind Freunde seit dem Kindergarten, wohnen in derselben Gegend, gehen auf die gleiche Filmschule. Sie sind eine eingeschworene Freundesclique, bis Stella in ihre Gegend zieht und das sensible Gleichgewicht der Gruppe verändert. Auf einmal kommt Liebe ins Spiel und Leidenschaft. Als die vier für ein gemeinsames Filmprojekt zusammenziehen, wird schnell klar, dass jeder ein Geheimnis hat, das man selbst dem besten Freund nicht anvertrauen kann.

Das Buch spielt im Potsdamer Stadtteil Babelsberg und en passant wird einiges aus der interessanten Geschichte der Villenkolonie am Griebnitzsee miterzählt.

Leserstimmen:
»Ich liebe die Filmzitate, sie allein sind schon das Lesen wert.«
»Dieses Buch ist wie ein kleiner Independent-Film: sonnig, sympathisch und mit einer großen Liebe zur Wahrheit.«

Gleich lesen: Junimond

Leseprobe:
Ares stand am Fenster in der Küche und sah hinaus. Er aß im Stehen und dachte über die Nacht nach. Weil Nick keine Zeit gehabt hatte, war er allein von Potsdam nach Berlin Mitte gefahren und durch die Clubs und Bars gezogen. Man musste doch mal rauskommen, in die Welt gehen.
Was für eine Nacht! Und das alles nüchtern. Und das Mädchen seiner Träume hatte er auch nicht gefunden. Vermutlich hatte Nick Recht: Seine große Liebe traf man mit Sicherheit an Orten, an denen man nicht nach ihr suchte. Man öffnete ihr zum Beispiel die Tür, weil man auf ein Päckchen von Amazon wartete. Und sie wollte Gesundheitstee verkaufen oder eine Versicherung oder hatte sich in der Haustür geirrt. Und dann stand man ihr einfach gegenüber. In irgendeiner schlabbrigen Jogginghose. Unrasiert und unausgeschlafen. Oder man sah sie im Supermarkt. Sie kaufte Erdbeeren und Champagner für ihren Verlobten. Und man selber war vermutlich mit einem Wagen voll leerer Bierflaschen unterwegs und konnte ihr nicht erklären, dass man den Pfand beim Ching-Chang-Chong gewonnen hatte und ihn sich abholte, weil das Teil des Spiels war. Und eigentlich hatte man gar nicht gewonnen, sondern verloren und das würde sie natürlich sofort durchschauen. Oder sie war eine Krankenschwester, die ihm die blutigen Kleider vom Körper schälte, nachdem er sich mit dem Motorrad hingelegt hatte. Immerhin hatte man es schon so weit gebracht. Ein eigenes Motorrad, eine Enduro natürlich. Und sie musste einen komplett ausziehen, was während ihrer langen Beziehung immer ein Thema sein würde: »Du warst ja so verlegen und dann bist du in Ohnmacht gefallen. Wie ein Mädchen.«
Ja, ja.
Kurz: Auf diese Begegnung würde er sich nicht vorbereiten können. Sie würde unerwartet, am falschen Platz und zur falschen Uhrzeit eintreten und mit Sicherheit in den falschen Klamotten. Also: relax. Über diese Begegnung brauchte man sich definitiv keine Sorgen zu machen. Er konnte sich einfach weiter auf seine Karriere konzentrieren.
Ares sah zu dem leer stehenden Nachbarhaus. Hier, wo alles beginnen würde. Begonnen hatte. So stand es doch immer in den Biografien. In dieser Gegend, dem legendären Villenviertel von Babelsberg, das schon immer Künstlergeschichte geschrieben hatte. Oder besser Filmgeschichte. Was nicht so gut passte. Aber er konnte mit seinem Erfolg darauf leider keine Rücksicht nehmen. Wenn er Musik machen wollte, dann war es das, egal, auch wenn sein Vater ihm gerne seine Produktionsfirma vermachen wollte. Falls er das überhaupt vorhatte. Ares war sich da noch nicht mal sicher. Eher sah er seinen Vater noch mit neunzig Filme produzieren. Alt, leicht gebeugt, aber hundertprozentig konzentriert auf das, was er wollte und wie es gemacht werden musste. Also war es ganz okay, wenn Ares das alles nicht interessierte.
Die Band. Das war der Plan. Die Band, der Übungsraum, alle Erfolgsgeschichten fingen in Garagen oder Kellern oder an anderen schäbigen Orten an. Das stimmte schon mal.
Und der Keller im leerstehenden Nachbarhaus, den Nick und er aufgebrochen hatten, war ideal. Eine Punkband brauchte einen besonderen Ort, etwas Verbotenes, etwas Verwegenes.
Ares öffnete das Fenster und sah zu Nicks Haus auf der anderen Straßenseite. Sie hatten da so ein Spiel oder besser eine Wette. Wenn bei einem von ihnen mal ein Mädchen übernachten würde, dann wollten sie eine Fahne aus dem Fenster hängen. Nicks Zimmer ging nach vorne heraus. Keine Fahne. Wie erwartet. War überhaupt schon jemand wach da drüben? Keiner im Vorgarten. Ruhe, Stille. Auch auf der Straße nichts, was für eine Gegend.
»Ares?«
»Ja?«
Sein Vater saß müde in die Küche.
»Hast du Lust mir einen Kaffee zu machen?«
»Klar.«
»Mit Milch bitte. Und – nicht die Sojamilch.«
Seine Mutter vertrug keine richtige Milch, irgendeine Laktose-Sache, der halbe Kühlschrank war voll mit Spezialprodukten. »Wie war es? Wo warst du überhaupt?«
»In Mitte. War ganz gut.«
»Und sag mal ... ist Helena gestern Nacht noch nach Hause gekommen?«
»Ja.«
Es war gelogen, aber Ares würde seine Schwester niemals verraten. Außerdem war sie gerade achtzehn geworden und konnte sowieso machen, was sie wollte. Was sie im Übrigen immer schon getan hatte.
Ares stellte einen Becher unter die Espressomaschine, füllte Kaffee in das Sieb, schraubte es unter den Durchlauf und drückte dann auf Start. Eigentlich gab es keinen Grund, warum sein Vater das nicht selber tun konnte. Vermutlich war er das einfach von seinem Alltag im Produktionsbüro so gewohnt, dass ein anderer, wer auch immer, das übernahm. Die Praktikanten vermutlich. Und Ares tat es gern. Er liebte den Geruch von frischem Kaffee. Er stand für eine Welt, die sich ihm erst als Erwachsener vollständig eröffnen würde. Eine Welt der Gelassenheit und Stärke wie sie die alten Männer besaßen, die im Süden vor den kleinen Bars saßen und ihren Espresso tranken. Mafiabosse vermutlich. Die hatten etwas. Irgendetwas, was er manchmal an seinem oder Nicks Vater beobachten konnte. Macht, Einfluss, Autorität und vor allem die Sicherheit, einen Platz in der Welt gefunden zu haben, von dem sie ihr Imperium leiten konnten.
Sein Vater trank den Kaffee ohne Zucker. Und wenn er in einer laufenden Produktion steckte, dann musste es immer diese Tasse sein. SUNRISE-Produktion. Filmleute waren abergläubisch, auch wenn das meist nur die Schauspieler zugaben.
Das Arbeitszimmer seines Vaters war mehr oder weniger eine Video- bzw. DVD-thek. Regale voll mit Filmen und in der Mitte ein mit Drehbüchern überladener Schreibtisch, in dem regelmäßig die wireless mouse verloren ging. In Zeiten, in denen Filme im Internet heruntergeladen wurden, eigentlich schon ein Mausoleum. Ares stellte den Kaffeebecher auf ein aufgeschlagenes Drehbuch, es war die einzige einigermaßen ebene Stelle auf dem Schreibtisch.

"Junimond" im Kindle-Shop

Mehr über und von Katrin Bongard auf ihrer Website.

20. September 2013

'Wie Sie mehr fotografieren und weniger knipsen' von Thomas Stephan

Ein Praxisratgeber für bessere Fotos. Gerade Anfänger fragen sich oft, warum ihre Fotos nicht so gut wirken wie ähnliche Fotos anderer Fotografen. Das liegt nur selten an teurem Equipment, aufwändiger Bildnachbearbeitung oder Ähnlichem. Meist sind es ganz einfache Dinge, die ein Foto wirken lassen. Auch Sie können Ihre Fotos nachhaltig verbessern, wenn Sie einige einfach zu erlernende Regeln beachten. Dieser Praxisratgeber bietet Ihnen genau die Hilfestellung, die Sie brauchen, um schon nach kurzer Zeit bessere Fotos zu machen.

Wie kann man seine Fotos mit der Kamera beeinflussen? Wie wirken bestimmte Effekte auf den Betrachter? Der Ratgeber vermittelt die wichtigsten fotografischen Grundlagen und bespricht typische Fehler bei der Handhabung der Kamera und dem Bildaufbau. Um die eigenen Fotos nachhaltig zu verbessern, wird der Leser ermutigt, sich bewusster mit dem Motiv, dem Bildaufbau und der Nutzung der durch die Kamera angebotenen Optionen auseinander zu setzen. So werden Sie mehr fotografieren und weniger knipsen.

Gleich lesen: Wie Sie mehr fotografieren und weniger knipsen: Ein Praxisratgeber für bessere Fotos

Leseprobe:
Populäre Irrtümer
Wirklich gute Fotos macht man nur mit teuren Kameras.
Stimmt nicht!– Auch mit den einfachsten analogen Knipsen lassen sich gute Fotos machen. Natürlich bieten teurere Kameras zusätzliche Funktionen und lichtstärkere Objektive, die die Ergebnisse verbessern helfen. Diese Unterschiede kommen aber meist erst bei schwierigen Aufnahmesituationen zum Tragen (insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen oder sich schnell bewegenden Motiven). Bei gutem Licht kann man auch mit ganz alten und preiswerten Kameras durchaus gute Fotos machen, wenn man ein paar Regeln befolgt. Umgekehrt kann man auch mit der teuersten Hightech-Kamera schlechte Fotos „knipsen“.

Wenn die Kamera alles automatisch macht, werden die Fotos besser.
Stimmt so auch nicht!– Die Automatik moderner Kameras ist zwar schon ziemlich gut und ermöglichst es dem Fotografen, sich weniger auf das „Handwerkliche“ des Fotografierens sondern mehr auf das Motiv, den Bildaufbau und die Gestaltung zu konzentrieren, allerdings gibt es immer wieder Situationen, die die Automatik durcheinander bringen. Dann ist es hilfreich, wenn man weiß, wie man die Automatik beeinflussen oder ganz umgehen kann.

Je höher die Auflösung, desto besser die Kamera.
„Hast Du eine neue Kamera? Wie viele Pixel hat die denn?“ – Die Frage ist eigentlich uninteressant!Auch Kameras mit „nur“ 6 Mio. Pixel machen gute (oder auch schlechte) Fotos. Kameras mit 18 Mio. Pixel machen nicht automatisch bessere Fotos. Da jedoch eine hohe Auflösung als vermeintliches Qualitätsmerkmal in den Köpfen der Verbraucher verankert ist, gibt es Hersteller, die eigentlich minderwertige Kameras mit hohen Auflösungen ausstatten und sich so einen kommerziellen Erfolg versprechen. Dass sich bei diesen vermeintlich preiswerten Kameras dann in Kürze Probleme mit einem defekten Autofokus, flauen Bildern aufgrund eines schlechten Objektivs, einem defekten Akku, einer abgebrochenen Batterieklappe, einem bei Sonne kaum ablesbaren Display usw. einstellen, braucht einen dann nicht zu wundern. Nach meiner Erfahrung reichen 10 Mio. Pixel als Auflösung des Sensorchips vollkommen aus, wenn dieser eine entsprechende Größe aufweist, so dass sich das so genannte Rauschen in Grenzen hält (siehe hierzu Absatz „Die Empfindlichkeit Ihres Films oder Sensors“). Auch bei dieser „geringen“ Auflösung sind großformatige Vergrößerungen problemlos möglich, ohne einzelne Pixel erkennen zu können. Eine „gute“ Spiegelreflexkamera sollte durchaus 8 bis 10 Jahre ihren Dienst tun können und dabei 60.000 oder sogar doppelt so viele Auslösungen verkraften. Die vermeintlich preiswerten „Pixelgiganten“ können da nicht mithalten.

"Wie Sie mehr fotografieren und weniger knipsen" im Kindle-Shop

Mehr über und von Thomas Stephan auf seiner Website www.wenigerknipsen.de.

17. September 2013

'Erntezeit (Zons-Thriller 2)' von Catherine Shepherd

In diesem Thriller verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart.

Zons 1496: Während Bastian Mühlenberg von der Zonser Stadtwache auf der Spur eines uralten Schatzes ist, den der Erzbischof von Saarwerden bei Errichtung der Stadtmauern tief unter der Erde von Zons verborgen hat, treibt ein brutaler Mörder mit einer goldenen Sichel sein blutiges Spiel mit seinen Opfern. Scheinbar wahllos verschwinden „unbescholtene“ Bürger und alles was von ihnen übrig bleibt, sind ihre toten Zungen, die sichtbaren Zeichen ihrer Sünden. Drei silberne Schlüssel, behütet von Pfarrer Johannes und der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft, führen Bastian in ein verschlungenes Labyrinth unterhalb von Zons, wo ein düsteres Geheimnis auf ihn wartet...

Zons 2012: Ein menschlicher Fußknochen wird in den Rheinauen von Zons gefunden. Kommissar Oliver Bergmann kann zunächst keine Leiche finden. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Oliver verfängt sich in einem schier undurchdringbaren Netz aus Verdächtigen und Vermissten. Die nagelneue Salzsäureanlage im Chemiepark Dormagen gerät ebenso in sein Visier wie geldsüchtige Banker, eine goldene Mordwaffe und Ghandis „sieben Todsünden der Moderne“. Als die Journalismus-Studentin Emily und ihre beste Freundin Anna in ernsthafter Gefahr schweben, erkennt Oliver verzweifelt, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt...

Gleich lesen: Der Sichelmörder von Zons. Thriller

Leseprobe:
Er fuhr mit seinen klobigen, schwieligen Fingern über eine Seite in der Bibel. Er hatte diese Textstelle schon so oft gelesen, dass das Papier von der ständigen Berührung seiner Fingerkuppen ganz rau war. An manchen Stellen zogen sich schmutzige Schlieren unter den Textzeilen entlang. Teilweise waren die Buchstaben bereits ausgeblichen, sodass der Text nicht mehr lesbar war. Aber das störte ihn nicht. Er konnte diesen Text sowieso in- und auswendig. In seinem Kopf ertönte die bekannte Melodie, welche ihn seit seiner Kindheit begleitete. Bist du mir böse Gott? Er war sich nicht sicher, das Richtige getan zu haben. Er griff unter den Tisch und zog eine Geißel hervor. Die Enden an der Riemenpeitsche waren mit spitzen Nägeln besetzt. Er fing an die Melodie aus seinem Kopf laut zu summen und schlug sich dann mit aller Kraft auf den Rücken. Die Peitsche krachte in hohem Schwung und mit einem bösartigen Pfeifen auf seine nackte Haut.
Der Schlag schmerzte nicht mehr als sonst. Also habe ich alles richtig gemacht! Er war sich noch nicht sicher, ob Gottes Antwort richtig war, also holte er abermals aus und ließ die Geißel auf seine nackte Haut niedersausen. Jetzt war er sich sicher, dass der Schmerz sich nicht verstärkt hatte. Dann war alles gut! Mit einem zufriedenen Seufzer legte er die Riemenpeitsche zurück unter den Tisch und begann erneut in der Bibel zu lesen. Draußen konnte er einen Glockenschlag vernehmen. Er stand auf und blickte durch das Fenster. Es war an der Zeit!
Am helllichten Tag war es am ungefährlichsten zu seinem geheimen Ort zu gelangen. Zu dem Ort, an dem er Gottes Urteil vollstreckte! Dort, wo er den Sündern beibrachte, das Lügen und Ablassbriefe nicht gottgefällig waren. Für ihn war es eine Todsünde, mit dem Kauf eines Ablassbriefes dem Fegefeuer entrinnen zu wollen. Ein Narr, wer glaubte, dass Gott sich kaufen ließ!
Er erinnerte sich deutlich an den Besuch des Ablasspredigers Johann Tetzel vor etlichen Jahren. Seit diesem Zeitpunkt hatte er ihn glücklicherweise nie wieder getroffen. Aber er sah den hochmütigen Tetzel noch heute vor sich, wie er seine Ablasspredigt hielt und sich dabei in seiner maßlosen Selbstgefälligkeit sonnte. Das war reine Blasphemie. Doch der Abt Ludwig von Monheim war begeistert von Tetzels Predigt gewesen. Nie würde er den Schmerz vergessen, der durch sein Herz fuhr, als der Abt dem jungen Johann Tetzel anschließend anerkennend auf die Schulter klopfte. Wie er ganz rot im Gesicht wurde, als er die vielen Gulden sah, die Tetzel mit dem Verkauf der Ablassbriefe an einem einzigen Tag einnahm. Auch wenn anschließend das Kloster von dem vielen Geld wieder zu neuem Leben erwachte, hätte es sicher einen segensreicheren Weg gegeben, das Überleben zu sichern.
Er dachte an die letzte Nacht. Gut, wenn er es recht bedachte, waren die beiden Weiber nicht halb so schlimm, wie dieser Hurensohn Johann Tetzel. Aber trotzdem hatten sie gesündigt und mussten bestraft werden. Es war nicht falsch gewesen, dass er es genossen hatte, die beiden Sünderinnen gemeinsam zu läutern. Bist du dir sicher? Eine zweifelnde Stimme meldete sich in seinem Inneren. Doch er wollte sie nicht hören. Wenn es falsch gewesen wäre, hätte Gott mich mit Schmerzen gestraft. Aber das hat er nicht! Aber du hast es doch genossen, die beiden Weibsbilder leiden zu sehen? Die Stimme wollte einfach nicht aufhören ihn zu ärgern. Natürlich hatte er es genossen. Was war falsch daran, sich zu erfreuen, wenn man Gottes Werk tat? Aber es hat dir nicht nur auf diese Weise gefallen? Die Stimme nervte ihn weiter. Er hatte es nicht gewollt. Zumindest nicht geplant. Schnell schlug er die Bibel auf und begann aus dem ersten Timotheus Brief zu lesen: „Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber hat sich zur Übertretung verführen lassen.“
...
Wütend geworden schlug er die Bibel mit einem lauten Knall zu. Es war schon spät. Die Glocke würde bald wieder erklingen. Er musste los. Der nächste Sünder sollte pünktlich in die Hölle fahren!

> > > "Der Sichelmörder von Zons" im Kindle-Shop

Mehr über die Autorin Catherine Shephard auf ihrer Facebook-Fanpage.

16. September 2013

'Oort-Infection Arc 2' von Mathias Warnke

Ein dystopischer Roman über ein neues Europa. Die Weltwirtschaft liegt brach, Menschen verschanzen sich und düstere Gestalten machen die Straßen unsicher. Eine zerstörerische Flut aus dem All verändert die Welt, doch auch das ist noch nicht genug und eine Infektion macht noch einmal alles anders.

Vic, Thomas, Paul und Karren finden sich ebenso wie die Freunde Marc, Mathis und Amber inmitten einer Apokalypse mit einer Infektion wieder, die alles mehrfach auf den Kopf stellt.

Gleich lesen: Oort-Infection Ark 2

Leseprobe:
Es ist dunkel, mein Kopf tut weh als spielte jemand damit Basketball. »Uhhh«, entfährt es mir, als ich versuche mich aufzurichten. Der Boden unter mir vibriert und ich bemerke, dass wir fahren. Ich versuche mich wieder aufzusetzen, doch mir wird schwindelig und mit einem leisen »Ohh«, sacke ich wieder hinunter und mein Geist hüllt sich erneut in Dunkelheit.
Als ich wieder zu mir komme, ist es abermals stockfinster oder immer noch? »Verdammt«, stöhne ich leise. »Du bist wach?», sagt eine Frauenstimme, die meiner Mutter gehört. Ein gezwungenes »mhm«, gebe ich zur Antwort. Die Leuchte geht an und vor lauter Grelligkeit des Lichts presse ich die Augen zusammen und stoße schmerzhaft »Ahhh Licht, auu Kopf«, hervor. Die Frau, die nur meine Mutter sein kann, setzt sich neben mich und sagt: »Victoria, Schatz wie geht es Dir?«
»Mum?, Was …. Was ist passiert?«, frage ich.
»Du wurdest überrannt mein Schatz, zum Glück wusste Dein Vater, wo du bist.«
»Was?«, presste ich hervor.
»Ruh dich erst mal aus, wir erklären dir später alles!«
»Aber …«
»Nachher! Leg dich erst mal wieder hin. Du siehst noch nicht wirklich gut aus.«
Also legte ich mich wieder hin, mein Kopf, ach was mein ganzer Körper fühlte sich wie gerädert an. Ich brauchte nur die Augen zu schließen und war schon wieder weggedämmert. Mein Schlaf war unruhig. Ich sah ein paar Bilder, die mir zunächst nichts sagten. Ein Geldautomat, eine Menschenmenge und unser Finanzminister auf einem Fernsehbildschirm. Dad weckte mich nach einer Weile.
Mein Kopf tat noch immer höllisch weh, wie auch mein Rücken, meine Brust und meine Beine. Dad setzte sich neben mich. Ich sah mich etwas um und entdeckte, dass ich weder zuhause noch im Krankenhaus war, ich war in der, wie mein Vater und die Nachbarn es biblisch nannten Ark 2.
»Es ist passiert«, sagte Dad mit bedrückter Stimme.
»Ja?«, Antwortete ich. Denn wirklich nachfragen brauchte ich nicht.
Als damals 2022 die meisten Euroländer pleite waren, spalteten sich die 5 stärksten Euro Länder ab und gründeten die Nord-Allianz. Die einzelnen Länder fügten sich zu einem großen Land zusammen und dieses Land nannten wir United States of North oder kurz USN. Natürlich hatten wir auch eine neue Währung erhalten, die dem Dollar ebenbürtig war. Zur Einfachheit wurde der Kurs mit dem Dollar gekoppelt, sodass 1 AT (Alliance Taler) auch 1 Dollar wert war.
In dieser Zeit machte sich mein Vater allerdings schon Sorgen um die Zukunft. Denn er befürchtete, dass auch unsere neue Währung nicht allzu lange halten würde, gerade da ja die alte Währung, die sich Euro nannte nur 20 Jahre hielt. Er sprach immer laut in der Öffentlichkeit vom »Weltuntergang der Finanzen«. Anfangs wurde er belächelt, doch er konnte immer mehr Nachbarn überzeugen.
Meine Eltern sahen damals mit ihren Nachbarn immer besorgt die Nachrichten an, die wohl ständig Bilder von raubenden, plündernden und mordenden Menschen aus den Pleite gegangenen Ländern zeigten. Diese Menschen hatten nichts mehr, auch heute haben die meisten dort nichts, wovon sie leben können.
Die USN beschloss kurz darauf die Grenzen zu verstärken, sodass um die gesamten äußeren Grenzgebiete der USN Mauern mit Todesstreifen errichtet wurden. Dort waren wir sicher vor den wütenden Menschen draußen. So kam es, dass meine Eltern mit unseren Nachbarn einen Verein gründeten und ein großes unbebautes Grundstück hinter dem Fluss hinter unseren Häusern erwarben und dort den Bunker und das obenliegende Gebäude der ARK 2 bauten. Die Grenze war nicht weit weg nur ungefähr 250m hinter dem Flussgrundstück.
5 Jahre bauten sie alle daran, vom Bunker unten, habe ich nur die Gemeinschaftsküche, die Latrine und unser Abteil gesehen. Ich weiß aber, dass es noch ein Lazarett, einen Gemeinschaftsraum, ein Spielzimmer und 14 weitere Familienabteile gibt. Auch einen Kommunikationsraum haben wir dort, der aber zugleich auch Technikraum aller Art ist. Im großen Lager sind Wasser, Kleidung, Tauschwaren und Lebensmittel für 6 Jahre enthalten. Über dem Bunker ist ein großes Holzhaus gebaut mit denselben Merkmalen wie im Bunker außer den Vorräten.
Ich sah meinen Vater in seine bedrückten aber dennoch fröhlichen Augen und stammelte.
»Wie bin ich…. Was ist mit mir … Wie lange schon?«
»Ich habe Dich vor 12 Stunden hierher gebracht. Vic, draußen ist die Hölle los. Du wurdest am Geldautomaten von einer wütenden Menge überrannt. Sie wollten noch an Bargeld kommen aber alle Geldhäuser haben gestern früh geschlossen. Unser Finanzminister hatte gerade bekannt gegeben, dass die Chinesen den USN und den USA die Kredite gekündigt haben und wir nun bankrott sind.«
»Ich habe deinen Standort sofort nach Bekanntwerden der Nachrichten geprüft und bin sofort losgefahren um dich zu holen.«
»Wie konntest du meinen Standort wissen? Dad?«
»Weißt du noch als du und Karren letztes Jahr von diesen Jungs bedrängt worden seid und ihr euch bis spät in die Nacht hinein versteckt habt? Das war mir als Vater eine Lehre und ich habe in deinen Armreif einen Peilsender einarbeiten lassen.«
»Du hast was?«, starrte ich ihn vor Schock und Unmut bohrend an.
»Seis drum. Ohne ihn hätte ich dich nicht gefunden.«

"Oort-Infection Arc 2" im Kindle-Shop

Mehr über und von Mathias Warnke auf seiner Website.

13. September 2013

"Der zweite Gral" von Boris von Smercek

Ein geheimnisvoller, packender Thiller. Um an die Formel zur Lebensverlängerung zu gelangen, erscheint manchen Menschen kein Preis zu hoch. Die Gemeinschaft der Gerechten, ein Orden, dessen Wurzeln in die Zeit des dritten Kreuzzuges zurückreichen, existiert bis zum heutigen Tag. Ihr Anliegen: Gerechtigkeit schaffen, wo Recht versagt.

Bei einer Mitgliederversammlung in Schottland wird ein blutiger Anschlag verübt, bei dem fast alle Mitglieder des Ordens ums Leben kommen. Eine der Überlebenden ist Lara Mosehni, und die junge Frau setzt alle Hebel in Bewegung, um die Hintermänner des Anschlags ausfindig zu machen. Die Spur führt in ein kleines Dorf im Sudan, wo immer wieder Kinder, schwangere Frauen und Greise verschwinden, und nach Arabien, wo ein Scheich behauptet, den Heiligen Gral, eine Formel zur Lebensverlängerung, gefunden zu haben ...

Gleich lesen: Der zweite Gral

Leseprobe:
Kobe Kulundu gähnte und streckte sich. Da er die ganze Nacht auf seinem Schreibtischstuhl verbracht hatte, fühlte er sich verspannt und ausgelaugt. Er konnte es kaum erwarten, endlich nach Hause zu fahren, gemeinsam mit seiner Frau zu frühstücken und sich dann ins Bett zu verkriechen.
Er warf einen Blick zur Wanduhr, die über dem Eingang der kleinen, aber behaglich eingerichteten Hütte des Wildhüter-Basiscamps in San-ta-Wani hing. Kurz vor sieben. Noch über eine Stunde bis zum Schichtwechsel.
Kobe Kulundu fuhr sich mit beiden Händen über das rabenschwarze Gesicht, dann durch sein Kraushaar, das an den Schläfen bereits ergraute. Noch einmal gähnte er herzhaft; dann stand er auf, um sich frischen Kaffee aufzubrühen.
Im Allgemeinen liebte Kobe seinen Job. Als Wildhüter des Moremi-Reservats trug er eine große Verantwortung. Außerdem brachte diese Tätigkeit viel Abwechslung. Nur den nächtlichen Bürodienst konnte Kobe nicht ausstehen. Manchmal erschienen ihm die Stunden am Schreibtisch endlos.
Er beschloss, sich zu rasieren und sich die Zähne zu putzen. Als er ins Büro zurückkehrte, war der Kaffee fertig.
Er goss sich eine Tasse ein und ging damit nach draußen, um sich die steifen Beine zu vertreten. Die Sonne war bereits aufgegangen, aber noch war ihr Licht matt, und sie brachte keine Wärme. Erst in einigen Stunden würde sie ihre ganze Kraft entwickeln und das Land in prächtige Orangetöne tauchen.
Kobe Kulundu nippte an seinem Kaffee und fröstelte. Noch lag die Kühle der Nacht über dem Reservat. Er krempelte die Ärmel seiner khakifarbenen Uniform herunter und trank einen weiteren Schluck Kaffee. Dann drehte er eine gemächliche Runde auf der feinsandigen, verdorrten Fläche vor der Blockhütte des San-ta-Wani Basiscamps, während er sich weiter nach seiner Frau und seinem Bett sehnte. Im Büro erwachte das Funkgerät mit statischem Knacken zum Leben. Das war eigenartig. Der einzige Mensch, mit dem Kobe Kulundu über Funk in Verbindung stand, war sein Kollege Carl Tombe, der heute Nacht den Außendienst übernommen hatte. Für gewöhnlich meldete Carl sich nur alle zwei Stunden, um seine Position durchzugeben. Sein letzter Funkspruch lag aber gerade mal eine Stunde zurück. Irgendetwas musste passiert sein.
Kobe Kulundu eilte ins Büro und nahm den Funkspruch entgegen.
»Ich bin’s, Carl.« Die Stimme klang blechern.
»Dachte ich mir schon. Was gibt’s?«
»’ne ziemliche Überraschung, würde ich sagen.«
»Und was für eine?«
»Nun ...« Carl Tombe zögerte. »Das solltest du dir besser selbst ansehen.«
Auch das noch, dachte Kobe Kulundu. »Ist es wichtiger als das Frühstück mit meiner Frau?«
»Würde ich so sagen, ja.«
»Könntest du etwas konkreter werden?«
»Komm einfach her und sieh’s dir an. Und bring etwas Milch mit.«
Kobe ahnte, was das bedeutete. »Wo bist du?«
»Ziemlich genau zwölf Kilometer westlich von meiner letzten Position. Etwa zwei Kilometer nördlich des Boro.« Der Boro war einer der Flussausläufer, die das Okawango-Becken durchzogen.
»Also gut.« Kobe Kulundu seufzte. »In einer halben Stunde bin ich bei dir.«
Die kleine, einmotorige Cessna 172 Skyhawk flog kerzengerade über die morgendliche Savanne, dem Lauf des Boro entgegen. Mit der Sonne im Rücken hatte Kobe Kulundu keine Schwierigkeiten, sein Ziel zu finden. Schon von weitem sah er den Lkw und die Elefantenkadaver; dann erspähte er auch den Wildhüter-Jeep, neben dem Carl Tombe stand und ihm zuwinkte. Kulundu nahm Gas weg, ließ die Cessna einen Bogen beschreiben und landete. Da die Umgebung eben war, konnte er das Flugzeug bis auf wenige Meter an den Ort des Geschehens heranrollen lassen. Er stellte den Motor ab und stieg aus.
Kopfschüttelnd kam er auf seinen Kollegen zu. »Verdammt ...«, murmelte er, während sein Blick von einem toten Elefanten zum anderen wanderte. Die grauen Körper lagen im Umkreis von mehreren hundert Metern verstreut wie eine willkürliche Ansammlung riesiger Findlinge. »Wie viele sind es? Neun?«
Carl Tombe nickte. »Zwei Bullen, sieben Kühe. Und dieses Kalb.« Er führte Kulundu ein paar Schritte weiter um den Lkw herum. An der vorderen Stoßstange hatte er mit einem Seil ein Jungtier angebunden. »Ungefähr ein Jahr alt, würde ich sagen.«
Kulundu nickte. »Die Milch ist im Flugzeug«, sagte er. »Eine Flasche auch. Der Kleine sieht hungrig aus. Am besten, wir futtern ihn erst mal. Dann sehen wir weiter.«
»Ich erledige das. In der Zwischenzeit solltest du einen Blick in den Stauraum werfen.«
»Da würd ich gern drauf verzichten. Beim Gedanken an all die Tiere, die für die Stoßzähne sterben mussten, wird mir übel. Am schlimmsten ist, dass die Kerle, die das getan haben, wieder mal davongekommen sind.«
Carl Tombe grinste. »Diesmal nicht, Kobe. Diesmal nicht.«
Der Laderaum bot ein wahrhaft außergewöhnliches Bild. Im hinteren Teil stapelten sich, wie bei solchen Funden üblich, dutzende von Stoßzähnen. Doch auf der Freifläche davor lagen fünf Männer nebeneinander auf dem Rücken.
Kobe Kulundu stieg auf die Laderampe. Die Wilderer starrten ihn mit großen Augen an, rührten sich aber nicht. Sie waren gefesselt und geknebelt und lagen eng an eng wie Ölsardinen in einer Dose.
Vier der Männer bluteten – einer am Arm, drei an den Beinen. Kulundu verspürte kein Mitleid. Wildererbanden wie diese schlachteten rücksichtslos Elefanten ab, um das Elfenbein außer Landes zu schmuggeln. Diese Verbrecher hatten es nicht besser verdient. Dennoch holte Kulundu seinen Medizinkoffer aus der Cessna und verarztete die Männer, damit ihre Wunden sich nicht entzündeten.
Als er fertig war, gesellte er sich wieder zu Carl Tombe, der auf der Frontstoßstange des Lkw saß und noch immer damit beschäftigt war, das Elefantenbaby zu futtern. Es nuckelte eifrig an der Milchflasche und strich dem Wildhüter dabei unermüdlich mit dem Rüssel über den Kopf.

"Der zweite Gral" im Kindle-Shop

Mehr über und von Boris von Smercek auf seiner Website.

12. September 2013

'Die Fähre nach Magadino' (Teil 2) von Enzio Abaeterno

Der der zweite Teil des Romans trägt den Untertitel "Wasser und Luft". Für die deutsche Übersetzung sorgte wieder Heinrich Bergmann. Eine weitere reizende Happy-End-Geschichte aus dem Tessin, voller Liebe und Leidenschaft. Wie Gotthardgranit kann das Leben in dieser paradiesischen Landschaft sein. Aber in der Brust seiner Bewohnerinnen und Bewohner schlägt ein anmutig, empfindsames Herz. Die Story wird prägnant erzählt und eignet sich hervorragend als Ferienlektüre und für Zerstreuung suchende Wenigleser.

Das eBook nutzt die Möglichkeiten dieses Mediums. Viele Hinweise auf Landschaft, Sehenswürdigkeiten und reale Handlungsorte ergänzen das Buch ebenso, wie zahlreiche interne und externe Links. Mit ihnen erhält der Leser Zugriff auf Landschaftsbilder, Videos und Tonaufnahmen, die die Lektüre bereichern.

Gleich lesen: Die Fähre nach Magadino, Teil 2: Wasser und Luft

Leseprobe:
Wie war das alles gekommen? Antonio und Bernardo, in den Dreißigern, waren Zwillinge, äußerlich kaum unterscheidbar, in ihrer Denkweise oft übereinstimmend. Charakterlich hingegen zeigten sie grundsätzliche Unterschiede.
Ansätze dazu hatten sich bereits zu ihrer Kindheit offenbart, beispielsweise, als sie beim Dorfpfarrer in Mergoscia Gartenarbeiten verrichteten. Antonio, erdgebunden, zeigte sich stets vergnügt und interessiert. Bernardo erledigte zwar die ihm aufgetragenen Arbeiten, ohne zu murren, aber am meisten faszinierte ihn damals schon alles, was mit Wasser zu tun hatte. Darum war auch er es, der mit dem Gartenschlauch und der Gießkanne hantierte. Für anderes mangelte es ihm an Geduld. Er tat sich schwer mit dem Gedanken, dass Gemüse Zeit zum Wachsen, Früchte ihr Reifestadium brauchten.
Als die Knaben einen Beruf lernen sollten, galt Antonios Interesse den Landfahrzeugen, sprich den Automobilen. Er absolvierte bei einer großen Garage in Gordola eine Lehre und arbeitete dort weiter, bis zur Erwerbung des Meisterbriefes. Seine spätere Anstellung als Buschauffeur bei den Verkehrsbetrieben diente ihm als Sprungbrett, um dort einen Chefposten in der Administration zu erlangen. Bernardo, der Seefahrer werden wollte, besuchte vorerst ein katholisches Internat. Anschließend setzte er sein Studium an der Marineschule in Genua fort und machte hernach Karriere in der Handelsschifffahrt. Zuletzt war er Kapitän eines Massengutfrachters gewesen, der Erzladungen bis 150 000 Tonnen fasste.
Weltmeere überqueren, andere Erdteile sehen hatte ihm gefallen. Dennoch, die Landschaft seiner Heimat vermisste er je länger, je mehr: den Lago di Vogorno, den Lago Maggiore, die übrigen Gewässer des Tessins. Es fehlten ihm deren Ufer und Alluvionen 3a, die Berge mit ihren schmucken Dörfern und Kleinstädten, umrahmt von üppiger, mediterraner Vegetation, die einer ihm vertrauten Bevölkerung Heimat boten. Er sehnte sich nach Mergoscia, Locarno, der Nähe seiner Familie. Er hatte Heimweh, Sehnsucht nach seiner Mutter und seinem Bruder Antonio.
Etwa zu jener Zeit las er im Blatt La_Regione_Ticino eine Artikelserie, die sich mit der Flotte auf dem Lago Maggiore befasste. So erfuhr er, dass der Kapitän des Motorschiffs Verbania ein Dienstjubiläum begangen hatte. Aus den Angaben ließ sich ein ungefähres Datum für die Pensionierung des Gefeierten errechnen.
Die Verbania, für 1100 Personen ausgelegt, war das größte der Passagierschiffe des Lago Maggiore. Es wurde auf der gesamten Strecke des 65 km langen Sees zwischen Arona und Locarno eingesetzt. Außer als Kursschiff diente es während der Hochsaison auch für besondere Anlässe (Kongresse, Partys usw.). Die Architektur der Verbania war von jener einer Autofähre für Zweirichtungsverkehr abgeleitet. Das Bordrestaurant konnte den Anforderungen eines Landbetriebs mit entsprechender Platzkapazität genügen.
Wie üblich hatte Bernardo die Zeitungen erst mehrere Wochen nach deren Erscheinen von seiner Reederei nachgeschickt erhalten. Dennoch sandte er eine spontane Bewerbung. Bei einem Vorstellungsgespräch, zu dem er hierauf eingeladen worden war, erklärte ihm ein Vertreter der Direktion, dass der jetzige Funktionsinhaber erst in zwei Jahren pensioniert würde, der Posten des ersten Offiziers hingegen neu besetzt werden musste. Im Anstellungsvertrag war dessen automatische Beförderung zum Kapitän binnen 24 Monaten fest zugesagt. Angesichts seiner neuen Lebensplanung nahm Bernardo die vorübergehende Rückstufung gerne in Kauf, zumal eine zweijährige Einarbeitung durch einen älteren Kollegen auch ihre Vorteile hatte.
Ein Problem blieb noch zu lösen: Die Saison dauerte von Ostern bis zweite Hälfte Oktober. Anschließend ging die Verbania zwecks Unterhalts- und Erneuerungsarbeiten in die Werft und wurde in den jahreszeitlich bedingten Ruhezustand versetzt.
Während dieser Periode wollte man Bernardo zur Instruktion angehender Kapitäne und des übrigen technischen Personals einsetzen. Bei ungenügender Ausbildungsnachfrage würde man ihm den Fährbetrieb zwischen Locarno und Magadino anvertrauen.
Nicht zuletzt dieser Vertragsabschnitt war ganz nach Bernardos Geschmack, umso mehr, als sein ansehnlicher Lohn das ganze Jahr unverändert blieb. Die – im Winter zu beziehenden – Ferien würde er für Reisen durch Länder benützen, die ihm noch unbekannt waren. Außerdem freute er sich darauf, zum Skisport in die nahen Berge zu fahren.
Diese Karriereplanung war auf der ganzen Linie ein Erfolg gewesen. Der Arbeitgeber hatte sämtliche Versprechungen gehalten, Bernardo, seinerseits alle in ihn gesetzten Hoffnungen erfüllt. Auch war er dank Geduld ans Ziel gelangt, nicht durch impulsives Vorwärtsstürmen.

"Die Fähre nach Magadino, Teil 2: Wasser und Luft" im Kindle-Shop

9. September 2013

'Erfolg lässt sich nicht erzwingen' von Eva Joachimsen

Der erste Band aus der neuen Reihe "Quick, quick, slow - Tanzclub Lietzensee", einem Gemeinschaftsprojekt verschiedener Autoren rund um die Welt des Tanzes.
Die junge Buchhändlerin Melanie Sturmann tanzt leidenschaftlich gern. Deshalb ist sie froh, als der viel erfahrenere Turniertänzer Mirko Schönberg ihr Partner wird. Doch bald überfordert der ehrgeizige Mirko sie. Bei ihrem Bemühen, es ihm recht zu machen, gerät sie in finanzielle und zeitliche Schwierigkeiten.

Ihr Chef ist verärgert, weil sie nicht mehr ständig Überstunden macht. Kann sie Mirkos Eifer bremsen? Da ist auch noch der hilfsbereite Fotograf Dirk Zander. Wegen seines Berufs hat er vor Jahren das Turniertanzen aufgeben. Während er Melanie beobachtet, erwacht seine alte Freude am Tanzen. Melanie ist auf der Suche nach dem richtigen Maß für Sport, Beruf und Liebesglück. Wird sie es finden?

Gleich lesen: Erfolg lässt sich nicht erzwingen (Quick, quick, slow - Tanzclub Lietzensee 1)

Leseprobe:
Melanie genoss den Abend. Mirko stellte sie seinen Bekannten vor. Sie konnte sich die vielen Namen nicht so schnell merken.
„Kennst du die ganze Stadt?“, fragte sie.
Mirko lachte. „Nein, aber ich tanze schon sehr lange und Tänzer kennen sich untereinander.“
Er tanzte mit einigen anderen Frauen, deren Partner so anständig waren, sie ebenfalls aufzufordern.
Sie wechselte mit den Herren immer ein paar Worte. Anscheinend hatte Mirko schon einmal mit jedem von ihnen zusammen trainiert. In verschiedenen Vereinen über ganz Berlin verstreut. Melanie war völlig verwirrt. Wahrscheinlich verstand sie ihre Partner bei den kurzen Gesprächen während des Tanzens nicht richtig.
Später setzte sich Melanie, schlüpfte unter dem Tisch aus den Tanzschuhen und bewegte die Zehen ihrer brennenden Füße.
„Gefällt dir unser Ball?“, fragte eine Rothaarige.
„Sehr. Ihr habt einen tollen Saal.“
„Wir haben auch tagelang geräumt, geputzt und geschmückt.“ Die Rothaarige lachte.
„Wie zu Hause, wenn man eine Party gibt.“
Später erfuhr Melanie, dass die Rothaarige eine ehemalige Partnerin von Mirko war.
Gegen ein Uhr wurde die Fläche leerer. Jetzt zeigten die Turniertänzer, was sie konnten. Auch die Rothaarige schwebte leichtfüßig über die Fläche.
Mirko tanzte mit verschiedenen Damen, während Melanie am Rand saß und zuschaute. Sie bewunderte sein Können. Hoffentlich war er mit ihr wirklich zufrieden.
„Du solltest dir deine Haare färben lassen“, sagte die Rothaarige, die sich wieder neben sie setzte.
„Warum?“ Melanie war bisher mit ihrer Haarfarbe ganz zufrieden gewesen, auch wenn sie unauffällig war und in Deutschland recht häufig auftrat.
„Damit du auf der Tanzfläche gesehen wirst.“
Melanie nickte. „Schwarz und hellblond stehen mir bestimmt nicht. Dann sehe ich wie eine Leiche aus.“
Die Rothaarige musterte sie gründlich. „Nur ein paar Strähnchen. Rot wäre gut.“
Melanie lächelte. „Ich werde es mir überlegen. Aber erst einmal brauchen wir eine Folge, mit der wir antreten können.“
„Du tanzt gut. Du kannst folgen und siehst elegant aus“, stellte die andere fest.
„Danke!“, sagte Melanie überrascht. „In welcher Klasse tanzt du?“
„Seit zwei Jahren in der S Klasse. Aber jetzt wollen wir eine Babypause einlegen. Vielleicht fangen wir in ein paar Jahren wieder an.“
Ein großer schwarzhaariger Mann setzte sich zu ihnen. „Mein Mann Jörg“, stellte die Rothaarige vor.
„Jörg und …?“, fragte Melanie. „Tut mir leid, ich habe kein Namensgedächtnis und heute waren es so viele neue Namen und Gesichter.“
„Nadine. Jörg und Nadine.“
In der letzten halben Stunde forderte Mirko sie wieder auf. „Lust auf einen Jive?“
Melanie nickte und suchte mit den Füßen nach ihren Schuhen. Nirgends fand sie sie, obwohl sie schon gegen Nadines Beine stieß.
„Tut mir leid“, murmelte sie und tauchte nach unten. Ihre Schuhe waren nicht zu sehen. Barfuß lief sie um den Tisch herum und suchte sie.
„Suchen Sie die?“ Ein schlanker Herr mit vollen dunkelblonden Haaren hielt ihr die Schuhe hin.
„Oh!“ Sie schluckte und bekam kein Wort heraus.
Er lächelte. Um seine grünen Augen bildete sich eine Reihe Lachfältchen.
„Sie hatten es schon allein fast bis zur Tanzfläche geschafft.“ Er nickte ihr zu und verschwand im Gedränge.
Melanie fiel nicht rechtzeitig eine passende Antwort ein. Stattdessen schlüpfte sie in die Schuhe. Mirko grinste. Als sie endlich auf der Fläche standen, war die Musik gerade vorbei. Aber sie nahmen die anschließende Samba. Jetzt hatten sie Platz. Die meisten waren schon nach Hause gegangen. Nur eine kleine Gruppe Unverwüstlicher hielt noch die Fahne hoch und tanzte. Selbst die Zwei-Mann-Combo packte ihre Geräte ein. Inzwischen kam die Musik aus dem CD-Spieler.
„Wenn ich bloß so toll wie Nadine tanzen könnte“, seufzte Melanie.
„Wir üben, bis du es kannst“, versprach Mirko.

"Erfolg lässt sich nicht erzwingen" im Kindle-Shop

Mehr über und von Eva Joachimsen auf ihrem Blog.

Tief Luft geholt und abgetaucht

Das eBook-Sonar hat nun lange genug still im Hafen gelegen. Ab sofort geht es wieder hinaus, auf Entdeckungsreisen ins Meer der eBooks, um empfehlenswerte Bücher für euch zu orten. Mich freut dabei besonders, dass selbst während der vielen Wochen Pause die Besucherzahlen des Blogs nicht ins Bodenlose gefallen sind. Ein großer Dank an alle, die in den über 200 vorgestellten Büchern gestöbert und sich mit Leseanregungen versorgt haben.


Kontinuierlich haben mich seit dem Frühjahr Hinweise und Wünsche für Bücher erreicht, die einen Beitrag im Blog verdient haben. Keine der Nachrichten ist vergessen und ich verspreche, jeder Spur zu folgen und regelmäßig mit neuen Lesetipps vom Sonar hören zu lassen. Das bedeutet aber auch, dass die Übermittler frisch eingereichter Vorschläge ein wenig Geduld aufbringen müssen, bis sie ihr Lieblingsbuch berücksichtigt sehen.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass das eBook-Sonar kein Rezensionsblog ist. Es beschränkt sich bewusst darauf, die Veröffentlichungen von Indie-Autoren durch ein Schlaglicht auf den Inhalt und mit einer kurzen Leseprobe vorzustellen. Für mehr Informationen ist jedes Buch direkt mit Amazon verlinkt. Dort können meist viele Lesermeinungen eingesehen werden und das Buch - immer öfter sogar in einer Taschenbuchausgabe - kann sofort erworben werden. Bei der Zahl und der Frequenz der im Sonar vorgestellten Titel ist es mir nicht möglich, alle Bücher vorab zu lesen und mit einer Rezension zu bewerten.

Für meine eigenen Leseeindrücke betreibe ich einen separaten, privaten Blog namens "Lesezeichen" . Bei der Auswahl der dort besprochenen Bücher bin ich Leser wie jeder andere auch und lasse mich, ebenfalls wie jeder andere auch, dabei gern von den im eBook-Sonar vorgestellten Büchern inspirieren. Es bringt also keinen Vorteil, mir ein komplettes Buch in digitaler Form zu schicken - so sehr ich mich natürlich immer über Geschenke freue.

Damit genug der Geleitworte. Ich werfe jetzt die Maschinen wieder an und hole mir die Ortung für das nächste Buch im Sonar. Bis gleich also und helft weiter so fleißig mit, das eBook-Sonar bei allen Leseratten bekannt zu machen.