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Bücherkarussell
Auswahl mit Klick auf ein Cover

23. Februar 2017

'Kreativer Gesellschaftsumbruch' von Daniela Muthreich

Lebenserfahrung in Satire verpackt – das Erstlingswerk von Daniela Muthreich.

Migration einmal anders: Die gebürtige Deutsche machte sich auf in die Schweiz. In einem Mix aus Satire, Theaterstück und Prosa verarbeitet sie ihre Erfahrungen bei der Integration in den Alpenstaat.

Die ungewöhnliche Textform als Theaterstück beleuchtet auf amüsante Weise Aspekte menschlichen Zusammenlebens und reflektiert diese mit scharfem Blick und reichlich Humor. Dabei schreckt Daniela Muthreich auch vor heiklen Themen wie der Generationenschuld nicht zurück und hält sich und ihrer Umwelt einen durchaus kritischen Spiegel vor.

Satirische Unterhaltung mit Intelligenz und einem Augenzwinkern.

Gleich lesen: Kreativer Gesellschaftsumbruch: Mein Leben als Theaterstück

Leseprobe:
Integration im Amts-Stüberl
[…]
Maître des Humors, hastig: «Ist es grundsätzlich erforderlich, bei Migration in ein anderes Land vorerst das Vokabeltraining auf Begriffe wie Steuereinnahmen der Kommunen, Umverteilung, Investitionen, Infrastruktur, Flexibilität bei der Jobsuche, Aufklärung der Bevölkerung hinsichtlich eigener pädagogischer Ansätze beim Erlernen von Sprache sowie rechtfertigende Argumente unter Einbeziehung aller familiären Aspekte zu konzentrieren?»
Rechercheur, mit schmerzhaftem Gesichtsausdruck: «Das sind alles grundsätzliche Spektren, die sowieso jeder bei seiner Migration bzw. Integration im Kopf haben sollte und somit sofort einwandfrei in einer anderen Sprache, der jeweilig gewünschten, im direkten Gespräch einfließen lassen muss.»
Ich: «Kann man nicht davon ausgehen, dass die Handhabung mit Steuergeldern im Allgemeinen und von Großkonzernen im Besonderen bei kommunalen Treffen seine Aufklärung erhält? Mit anderen Worten, sind dies so schwer verständliche Abläufe, dass die hiesige Bevölkerung darüber nicht informiert werden will oder kann?»
Rechercheur: «Man geht letztlich davon aus, dass diese Abläufe und die Auswirkungen der Abläufe der herrschenden Gesellschaft geläufig sein müssten und verzichtet auf ausführliche Erklärungen.»
Maître des Humors, mit Grinsen im Gesicht: «Aber in unserem Fall findet ein Teil der Gesellschaft eine ganz andere Erklärung!»
Rechercheur, fast beleidigt: «In meinem Arbeitspapier vom 3.3.2013 steht dazu, dass aufgrund von Komplexität und mit Rücksichtnahme auf das jeweils stark oder weniger stark ausgeprägte Informationsinteresse bei Teilen der Gesellschaft auf eine ausführliche Erklärung von normalen Steuerabläufen beziehungsweise Verteilen von finanziellen Mitteln verzichtet wird.»
Ich, in Sorge: «Ja, aber dann entsteht ein gewisser Eindruck! Der Eindruck, dass die schuld sind, die da kommen!»
Rechercheur, streng: «Erstens sind die immer schuld, die da kommen, weil nur die schuld sein können, schon allein deswegen, weil sie kommen. Zweitens findet das vernachlässigte Aufklären von Teilen der Gesellschaft anderswo Anklang, denn es kann somit politisch-strategisch optimal genutzt werden.»

Im Kindle-Shop: Kreativer Gesellschaftsumbruch: Mein Leben als Theaterstück

Mehr über und von Daniela Muthreich auf ihrer Website.



22. Februar 2017

'LIEBESREZEPTE: Verführen mit allen Sinnen' von Barbara Reishofer

72 Rezepte mit aphrodisischen Zutaten. Ihre kulinarische Geheimwaffe, um IHN oder SIE zu verführen.

Giacomo Casanova, der sich mit Aphrodisiaka die Manneskraft bis ins hohe Alter erhielt, und Valeria Messalina, die nymphomanisch veranlagte Gattin des Kaisers Nero, – sie wussten bereits um die anregende Wirkung von gewissen Nahrungsmitteln.

Dieses Buch greift die aphrodisischen Eigenschaften von Lebensmitteln, Kräutern und Gewürzen auf. Beginnend bei der einfachen Herstellung von anregenden Badeölen und stimulierenden Körperlotionen, über pricklende Cocktails, einer großen Auswahl an Speisen, bis hin zur Praline – alles selbst gemacht. Viele Fotos und detaillierte Beschreibungen garantieren auch unerfahrenen Hobbyköchen Erfolg.

Entdecken auch Sie die geheime erotische Kraft der Natur – und verzaubern Sie Ihren Partner auf natürliche Art und Weise!

Gleich lesen: LIEBESREZEPTE: Verführen mit allen Sinnen

Leseprobe:
POUSSE L‘AMOUR
Ein Pousse Cafè ist ein Digestif. Er wird in dem entsprechenden gleichnamigen Glas oder einem Shortdrink-Glas serviert. Die Spirituosen dürfen kühl, aber nicht eiskalt sein. Man schichtet sie nach und nach im Glas, baut den Digestif, wie Barkeeper sagen.
Im 19. Jahrhundert wurde das Pousse L’Amour mit einem Eigelb serviert, das die verloren gegangene Energie wiederherstellen sollte.
Heute gibt es viele Variationen von Pousse Cafés, die mit Spirituosen, Sirups und bunten Likören hergestellt und manchmal mit einem Strohhalm serviert werden.

Pousse Café Paris
Zutaten (2 Personen):
4 cl Cognac
4 cl Maraschino
4 cl Kakaolikör (braun)
2 Eigelb

Zubereitung:
Die Spirituosen in der angegebenen Reihenfolge langsam über den Rücken eines Barlöffels in das Glas gießen. Zuletzt das Eigelb in das Glas gleiten lassen. Servieren, ohne umzurühren. In einem Zug austrinken.

Inhaltsverzeichnis:
VOR DEM RENDEZVOUS:
Badeöl – Körpercreme – Körperlotion
DAS SUBLIME SPIEL DER VERFÜHRUNG:
Prickelnder Auftakt: Champagnercocktails
Die Annäherung: Amuse-Gueule
Das Vorspiel: Kleine warme Gerichte
Der Liebesakt: Fisch – Fleisch
Das Nachspiel: Explosion der Sinne
Streicheleinheiten – Süßer Abschluss
ENERGIE TANKEN:
Pousse L’Amour – Kaffeespezialitäten – Heiße Schokolade – Likör – Süße Naschereien
APHRODISIAKA von A bis Z (Glossar)

Im Kindle-Shop: LIEBESREZEPTE: Verführen mit allen Sinnen

Mehr über und von Barbara Reishofer auf ihrer Website.



'Wenn der Sommer Schatten wirft' von Christina Schwarz

Verbrennt man, was man liebt?

Als ein wahnsinniger Ritualmörder die junge Liza ins Visier nimmt, gerät ihr bisheriges Leben völlig aus den Fugen. Hilflos versinkt sie in einem Strudel von Entsetzen und Leidenschaft gleichermaßen. Ein wunderbarer Sommer wird vierzehn Tage lang immer mehr zum Schauplatz menschlicher Abgründe. Das Schachtengebiet um Buchenau im bayrischen Wald wird zum Tatort eines unheimlichen Serientäters.

Der Zwieseler Kommissar Paul Anderlech versucht gemeinsam mit seinem Freund Thomas verzweifelt den Wettlauf mit der Zeit zu gewinnen und den Feuermörder zu stoppen. Und erfährt dabei, wer er eigentlich selbst ist.

Gleich lesen: Wenn der Sommer Schatten wirft (Anderlech Krimis 1)

Leseprobe:
Die Flammen begannen, erst ganz klein, dann immer wilder werdend, sich an der schmalen Gestalt empor zu züngeln, die auf einem Holzhaufen stand und völlig reglos und schweigend verharrte.
Gerade als das Feuer sich an den Beinen festzufressen begann, kam plötzlich Bewegung in die Person.
Schreiend begann sie sich zu winden und zu drehen, so dass man nun auch ihre gefesselten Hände und Beine deutlich erkennen konnte. Das Schreien wurde zu einem beinahe tierischem Gebrüll, das einem durch Mark und Bein fuhr.
Nur ihn schien es innerlich vor Entzücken und ekstatischer Genugtuung förmlich zu elektrisieren. Nicht genug konnte er sich satt sehen und hören an den Verrenkungen und den unmenschlichen, nicht zu ertragenden Schmerzensschreien dieser Gestalt.
Er sprang und hüpfte um den brennenden Holzhaufen und bewegte dabei lautlos murmelnd die Lippen.
Als die Flammen nach einer Ewigkeit endlich vollständig über der Frau zusammenschlugen, brachen ihre infernalischen Schreie und ihr Zappeln so unvermittelt ab, wie es begonnen hatte.
Sie schien in der Feuersbrunst geradezu auf nur noch halbe Größe zusammenzuschmelzen.
Das einzige Geräusch, das jetzt in dieser unheimlichen Stille noch zu vernehmen war, war das laute Knistern des Holzes, das sich in den Flammen schwarz und glühend zusammenkrümmte.
Und mit der Stille brach auch der merkwürdige und skurril anmutende Tanz des Fremden ab.
Enttäuscht starrte er auf den Rest dessen, was einmal eine Frau gewesen war.
„So schnell, zu kurz! Viel zu kurz, um völlig Sühne zu leisten. Das Holz war zu trocken!“
Er stand einfach so da. Dann ging er ganz nahe an die Feuerstätte heran, bückte sich und schien etwas abzulegen. Da hörte er unterdrücktes Atmen und drehte sich um.
Er sah zu seinem Erstaunen um diese späte Zeit eine ältere Frau, die ihn gelähmt vor panischem Schrecken und unfähig zu irgendeiner Bewegung, nur unentwegt anstarren konnte.
Pfeilschnell sprang er nach vorne auf sie zu und noch im Sprung blitzte sein langes Messer auf, das er ihr bis zum Schaft in die Brust rammte.
Die Frau fiel ohne noch einen weiteren Laut ausstoßen zu können, rücklings auf den Boden.
Er betrachtete sie mit unbewegtem Gesichtsausdruck, packte sie an ihren Schultern und riss einen Stofffetzen aus ihrem Shirt. Dann zog er sie an den Beinen zum brennenden Holz und warf sie achtlos zu der schon fast Verkohlten hinauf. Sollten doch die restlichen Flammen mit ihr machen, was sie noch zu tun in der Lage waren.
Er wischte mit dem Stofffetzen der Frau das Blut von der Klinge, warf ihn ebenfalls ins Feuer und verstaute das Messer in seinem mitgebrachtem Rucksack.
Lautlos, still und heimlich machte er sich in der Dunkelheit von dannen.

[...]
„Und Feuer wurde unter ihrer Rotte angezündet, die Flamme verbrannte die Gottlosen. Siehe, sie sind wie Stoppeln, die das Feuer verbrennt, sie können ihr Leben nicht erretten vor der Flamme Gewalt. Denn es wird nicht eine Glut sein, an der man sich wärmen, oder ein Feuer, um das man sitzen könnte. Vor ihm her geht ein verzehrendes Feuer und hinter ihm eine brennende Flamme.”
Du siehst sie nicht, du spürst sie noch nicht, aber ich bin da, jede Minute deines Lebens bin ich dir nahe.
Meine Augen sehen dich, mein Atem bläst dir ins Gesicht.
Bald!
Bald wirst du mich erblicken und mit mir wird dir das Feuer nahe sein und in seinem Schein wirst du mich erkennen.

Im Kindle-Shop: Wenn der Sommer Schatten wirft (Anderlech Krimis 1)



21. Februar 2017

'Romeo und Julia im Netz' von Monica Bellini

Julia, 31, Single, lebt in der langweiligen Kleinstadt, in der sie geboren wurde. Seit dreizehn Jahren arbeitet sie im Personalbüro der Stadtverwaltung. Montag Pilates, Donnerstagabend mit ihrer Freundin Franzi und Samstag Lunch mit Henriette sind die Highlights ihres Lebens. Bis das alltägliche Einerlei durch einen verstauchten Knöchel unterbrochen wird.

Zur Untätigkeit verurteilt, landet sie auf einem Datingportal und trifft auf den faszinierenden Romeo. Er macht ihr einen Vorschlag, der ihr die Röte ins Gesicht treibt und ihrem Körper ein Prickeln beschert, wie schon lange nicht. Wird sie dem geheimnisvollen Mann standhalten können? Vor allem aber … Will sie das?

Ein prickelnd erotisches „Küsschen“ von Monica Bellini – mit einem Hauch Geheimnis gewürzt! Bacetto, die Verniedlichung des italienischen „bacio“, bedeutet so viel wie „Küsschen". Hingehaucht, wie die sinnlichen Kurzgeschichten „ELR bacetto".

Gleich lesen: Romeo und Julia im Netz

Leseprobe:
Ich trat näher. Mein Blick glitt von der roten, am Fußende zusammengerollten Überdecke über schneeweiße Laken zu den Kissen. Auf einem lag ein Blatt Papier, daneben ein schwarzes Stück Stoff, eine kleine, silberne Handglocke. Ich ging darauf zu, erkannte eine Augenmaske, ergriff mit bebenden Fingern den Brief. Die Handschrift war männlich, klar, drückte Stolz und Selbstsicherheit aus.

Willkommen, Julia.
Bitte vertraue mir und lass mich dich verwöhnen.
Leg die Augenmaske an, dann läute.
Dein Romeo


Ich drehte mich nicht um, beugte mich nur vor, um nach dem seidigen Stoff zu greifen, band ihn an meinem Kopf fest, tat, was geschrieben stand. Atemlos wartete ich, hörte in den Raum, doch da war nichts. Plötzlich spürte ich seine Hände auf meiner Schulter, zuckte zusammen.
»Schhh, ganz ruhig, Julia.« Er sprach leise, fast flüsternd, sein Atem berührte dabei meinen Hals. Sanft schob er mit den Fingern meine Locken zur Seite, berührte mich mit den Lippen, hauchte eine Linie kleiner Küsse bis hinter das Ohr Mein Atem beschleunigte sich. Hätte er mich nicht festgehalten, wäre ich eingeknickt. Er umfing meinen Körper mit seinen Armen, presste seine Brust an meinen Rücken, seine Lenden an meine Hüfte. Hart drückte sich seine Erektion an meinen Po. Ich stöhnte auf, er zog sich zurück.
»Hast du Hunger?«, fragte er heiser.
»Nur nach dir«, antwortete ich. Es war die Wahrheit. Er lachte leise auf.
»Und ich nach dir«, flüsterte er.
Er drehte mich an den Schultern herum, ich konnte seinen Blick, der über meine Brüste nach unten glitt und sich wie ein Laserstrahl über meinen Körper tastete, spüren. Er brachte meinen Magen in Aufruhr. Schmetterlinge erhoben sich mit wild schlagenden Flügeln, ich wankte, er hielt mich fest. Seine Hände glitten an meinen Seiten entlang nach unten, griffen nach dem Saum des Kleides, hoben ihn an, über die Hüfte, die Taille, die Brust. Willig hob ich die Arme über den Kopf, hörte den Stoff, der zu Boden fiel.
»Du bist wunderschön.« Er seufzte auf, sein Finger fuhr zwischen meinen Brüsten über das schmale Band des BHs, den Nabel, zum Saum des Slips, verhielt kurz, bevor er sich von meiner Haut löste.
»Bitte!«, stöhnte ich weinerlich.
Sanft berührte er meine Lippen mit seinen, brachte mich dazu sie zu öffnen, lösten sich von mir. Erneut überkam mich dieses Gefühl der Leere, hielt aber nur kurz an.
Plötzlich war er wieder da …

Im Kindle-Shop: Romeo und Julia im Netz

Mehr über und von Monica Bellini auf ihrer Website.



20. Februar 2017

'Das grosse Urlaubs-Hotel-Buch' von Jürgen Reintjes

Die Reisebranche hat sich im Laufe der Jahre – vor allem aber auch durch das Internet- zu einem Milliarden-Markt entwickelt. Ob Urlaubsreisen, Städtereisen, Kurztripps, Rundreisen oder Fernreisen. Man möchte in einem schönen Urlaubs-Hotel absteigen.

Wie findet man nun unter den unzähligen Angeboten für ein Reiseziel den richtigen Anbieter und damit vermutlich auch ein passendes Hotel? Wie bucht man am besten? Welche Fluglinien bieten sich an? Wie verhalte ich mich in fremden Kulturen? Wie benehme ich mich in Top-Hotels? Wie bekommt man ein besseres Zimmer oder andere Vergünstigungen, auch Upgrades genannt? Was gibt es rund um das Hotel zu beachten etc.

Als langjähriger Reisender will ich hier von unseren Urlaubs-Erlebnissen berichten und von Fehlern, die Du nicht mehr machen musst.

Viele nützliche Tipps werden Dir nicht nur vor Ort hilfreich sein und Dir mehr einbringen, als Du für dieses Buch investierst.

Natürlich will ich auch von den lustigen Episoden erzählen.
Viel Spaß dabei
Jürgen Reintjes

Gleich lesen: DAS GROSSE URLAUBS-HOTEL-BUCH: Tipps und Erlebnisse für Urlaubsreisen in Vier- und Fünf-Sterne-Hotels mit vielen Privatfotos

Leseprobe:
DER POOL
Am Pool zu liegen bedeutet immer auch Kampf um die beliebtesten Plätze.
Tja, die erkennst Du schon am frühen Morgen, bevor Du Dich zum Frühstück begibst. Dort wo die Handtücher vermutlich mitten in der Nacht auf den Liegen ausgebreitet wurden, da befinden sie sich.
Und es sind gegenläufig der allgemeinen Vermutung beileibe nicht nur die Deutschen, die hier aktiv waren, sondern mittlerweile machen das auch die Skandinavier, Holländer und die Engländer. Obwohl – zugeben werden die das nie.
Wenn Du also einen dieser Plätze haben möchtest, dann solltest Du früh aufstehen und Dir die Liegen annektieren, indem Du etwas darauf deponierst. Meistens benutzt man dafür Handtücher, Bücher, Badezeug oder einfach den Hocker, der gerade griffbereit ist.
Was Du dabei überhaupt nicht berücksichtigen musst, ist die Tatsache, dass in so gut wie keinem Hotel das Reservieren der Liegen erlaubt ist. Das stört eh keinen.
Obwohl – wir haben es auch schon mal in einem Hotel in Portugal und auch in Griechenland erlebt, dass jemand vom Service kurz alle auf den Liegen befindlichen Handtücher einsammelt und entweder auf einen Haufen oder gleich ins Pool-Wasser schmeißt. Das gibt lustige Verwirrungen, mächtig Ärger und wirkt überhaupt nicht.
Die Menschen werden sich diesbezüglich nicht ändern, also brauchst Du Dich nicht zu scheuen, hier genauso mitzumachen.

TIPP: Sollte morgens ein Pool-Mann unterwegs sein, der die Liegen aufstellt und für Auflagen bzw. Sonnenschirme sorgt, dann mache Dich mit ihm bekannt, drücke ihm ein paar Euros in die Hand und bitte ihn, Dir Deine ausgesuchten Liegen jeden Morgen zu reservieren.

In der Regel klappt das dann für die Dauer Deines Aufenthaltes, wenn Du ab und zu etwas „nach schießt“. Dann wird er Deine Liege/n mit Händen und Füßen verteidigen, sollte sich jemand auch nur annähernd dafür interessieren.
Irgendwo in Pool-Nähe befindet sich auch immer die Handtuch-Ausgabe. Meistens hast Du beim Einchecken Karten oder Token dafür bekommen.

TIPP: Zwei Handtücher für zwei Personen? Hier solltest Du clever sein und versuchen, mindestens vier zu bekommen. In der Regel geht das problemlos. Sollte Dir die Liege etwas zu unbequem oder zu niedrig sein, dann lege ruhig noch eine zusätzliche Auflage dazu. Geht alles.

Du kennst es sicherlich auch von Dir selber. Man ist ein paar Tage an seine Liegen und den entsprechenden Platz gewöhnt und hat sich darauf regelrecht eingerichtet und plötzlich eines morgens liegt schon jemand anderer darauf oder hat sie bereits belegt. Dann schießt es gleich durch den Kopf: „Scheiße! Was machen die auf unseren Liegen?“ Da wird einem wieder bewusst, dass kein Gast während seines Hotel-Aufenthaltes einen natürlich gewachsenen Anspruch auf einen besonderen Platz am Pool hat.
Ein Missstand und Ärgernis sind diejenigen, die Top-Lagen besetzen und sich vor dem Mittag nicht sehen lassen. Da liegt es im Bereich des Möglichen, bei Kenntnis dieses Umstandes, auch schon mal ein Auge zuzudrücken und sich diese Plätze selber zu gönnen. Mal sehen, wie die Leute bei ihrem Eintreffen reagieren. Im Zuge der sicher heftigen Auseinandersetzung sollte man sie dann auf die Hotelregeln aufmerksam machen. (Hihi)
Man braucht im Urlaub nicht nur Freunde.

TIPP: Vergiss nie, Dir einen Sonnenschirm und einen Beistelltisch zu sichern, denn das wird im Nachhinein nicht einfach sein, die noch zu bekommen.

Zumindest muß man sich dann mit solchem „Kleinkram“ aufhalten, anstatt sich dem Müßiggang des Urlaubs hinzugeben.
Mache Dich freundlich mit den linken und rechten Liegen-Nachbarn bekannt, denn die wirst Du hier jetzt öfter antreffen. Einen festgelegten Platz wechselt man nicht gerne. Auch hier sind die Menschen ziemlich gleich.
Solltest Du Musikliebhaber sein, so achte darauf, Deine Kopfhörer zu benutzen und die Lautstärke so zu regeln, das die unmittelbaren Nachbarn nicht gleich von der Liege fallen. Auch Du selbst möchtest nicht unbedingt von Jazz oder Heavy Metal zu gedröhnt werden, wo Du lieber deutschen Schlager hörst.
Die liebste Freizeitbeschäftigung am Pool ist – nein, nicht das Schwimmen, sondern das Lesen. Du wirst kaum einen Sonnenanbeter finden, der nicht ein Buch, eine Zeitschrift, eine Zeitung oder ein Lesegerät (Kindle etc.) in Händen hält. Außer den unvermeidlichen Smartphones und Tablets, auf denen man ja ebenfalls lesen kann. Selbst Gebrauchsanweisungen und Beipackzettel für Medikamente werden im Urlaub begeistert entziffert, wenn man keine Geduld für ein Buch hat. Außerdem gibt es ja auch noch die Audio-Books, mit denen man sich den Lesestoff bequem vorlesen lässt. Schlimm sind in diesem Zusammenhang diejenigen, die das unbewusste Talent haben, ganze Buch-Passagen, die sie besonders interessant finden, ihrer Partnerin oder ihrem Partner nicht vorzuenthalten und zum Unmut der Umliegenden laut rezitieren. Hier könnte man mal zufällig den Kopfhörer-Anschluss seines Musik-Gerätes ausschalten und einen plötzlichen Geräuschmix veranstalten, um auch ein wenig Aufmerksamkeit zu erhaschen.
Ganz besonders Nerv tötend sind die Menschen, die eine richtige Position von Liege zur Sonne herstellen wollen und dabei ungeniert das Teil so lange über den Boden kratzend und quietschend hin und her schieben, bis sie nach dem Probeliegen feststellen, dass es doch nicht richtig war und von vorne beginnen.
Wenig lustig sind auch die Leute – nicht nur Männer – die sich nach einer gut durchschlafenen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück auf direktem Wege zu ihrer Liege begeben, um dort gleich weiter zu schlafen. Dies jedoch mit einer Geräuschkulisse, die Damen laut aufstöhnen lässt, weil sie Angst haben, eine Bären-Meute nähert sich dem Pool.

Im Kindle-Shop: DAS GROSSE URLAUBS-HOTEL-BUCH: Tipps und Erlebnisse für Urlaubsreisen in Vier- und Fünf-Sterne-Hotels mit vielen Privatfotos

Mehr über und von Jürgen Reintjes auf seinen Blog-Seiten.



'Rosen für Erkül Bwaroo' von Ruth M. Fuchs

Erkül Bwaroo hat einen für einen Elfen ziemlich ungewöhnlichen Beruf – er ist Privatdetektiv. Der Elf mit dem stattlichen Schnurrbart und dem belgischen Akzent löst seine Fälle stets mit Hilfe seiner kleinen grauen Zellen und je größer das Rätsel, desto mehr ist er bestrebt, die Wahrheit zu finden. Meist geht es dabei um Mord.

Dieses Mal ist es Königin Titania persönlich, die ihn mit der Ermittlung in einem Mordfall beauftragt. Bwaroo ist darüber nicht sehr glücklich, denn die Hauptverdächtige ist seine eigene Tante – und die ist alles andere als gut auf ihn zu sprechen. Trotzdem begibt er sich mit seinem treuen Diener Orges an den Tatort: ein Filmset.

Lichtspiele sind der neueste Schrei! Filmschauspieler zu sein bedeutet Ruhm und Verehrung – oder Tod. Denn eine der Schauspielerinnen wurde mitten in einer Szene vergiftet. Bwaroo muss erkennen, dass in der Filmwelt Eifersüchteleien, Lügen und Intrigen praktisch an der Tagesordnung sind. Bald gibt es mehr Verdächtige, als ihm lieb sind, denn die Ermordete hatte mit fast jedem Streit und jeder hat irgendetwas zu verbergen.

Und die Uhr tickt - denn Bwaroo hat nur eine Woche Zeit, um die Wahrheit von der Lüge zu trennen und den wahren Täter finden.

Gleich lesen: Rosen für Erkül Bwaroo (Erkül Bwaroo ermittelt 5)

Leseprobe:
„Sind Sie sicher, dass wir weiterdrehen sollen?“
„Natürlich! Warum denn nicht?“ Hagestolz Bingler sah Rennfeld verständislos an.
„Es kommt mir irgendwie falsch vor. Unanständig – immerhin ist Klarissa hier gestorben,“ Rennfeld blickte unsicher drein.
„Klarissa hätte gewollt, dass wir weitermachen“, beschied ihn der Regisseur jedoch. „Dies wird ihr größter Film sein.“
„Es war ihr erster.“
„Die Nachwelt wird sich an sie erinnern als die schöne, verheißungsvolle Schauspielerin, die alles gab, um ihrer Rolle gerecht zu werden!“
„Na ja, eigentlich starb sie ja nicht, weil sie sich verausgabt hatte, sondern ...“
„Das ist egal“, schnitt Bingler seinem Assistenten das Wort ab. „Außerdem haben wir fast alle Szenen mit ihr schon gedreht und bei dem Rest lässt sich schon was deichseln. Apropos: Sind die Mädels schon da, die einspringen sollen?“
„Fünf Blondinen sind gekommen. Aber sie müssen berücksichtigen, dass wir ja eigentlich nur im Dorf und im Nachbarort ...“
„Jaja, schon gut“, winkte Bingler ungeduldig ab. „Wo sind sie?“
Rennfeld wies mit dem Finger auf eine Gruppe Mädchen, die ein wenig abseits stand. Alle waren blond. Abgesehen davon hätten die Unterschiede in Sachen Körperbau und Größe kaum größer sein können.
„DAS sind sie?“ Der Regisseur war entsetzt.
„Wie ich schon sagte, wir haben eigentlich nur im Dorf und ...“ Rennfeld verstummte, als Bingler ihm einen eisigen Blick zuwarf. „Wenn wir in der 'Zeiten' inserieren würden ...“ schlug er zaghaft vor. „oder vielleicht besser in 'Freundin der Frau' und 'Palastblick' ...“
„Dann können wir gleich an die große Glocke hängen, dass Klarissa tot ist.“ Bingler wedelte ungehalten mit den Händen. „Nein, dass soll möglichst geheim bleiben. Das ist werbewirksamer.“
Rennfeld schüttelte unmerklich den Kopf. Das war doch sicher ohnehin schon alles bekannt. Die Polizei, die Bewohner ringsum und nicht zuletzt diese Mädchen hatten schließlich alle Familie und Freunde. Und denen erzählt man doch so eine Neuigkeit, die mal ganz was anderes ist als der übliche Trott. Aber der Assistent kannte seinen Chef gut genug, um zu wissen, dass er diese Gedanken besser für sich behalten sollte.
„Tja, also …“ Bingler besah sich die jungen Damen kritisch aus der Ferne. Dann traf er eine Entscheidung: „Wir nehmen die schlankeste und werden sie nur von hinten filmen. Hol mir die Verantwortliche für die Garderobe von Klarissa ...“
„Die sitzt im Gefängnis.“
„Was?“ Einen Moment lang war der Regisseur aus dem Konzept gebracht. Doch dann schüttelte er nur ungeduldig den Kopf. „Dann eben das Weib, das für die restlichen Kostüme zuständig ist. Die wird ja wohl auch mit Klarissas Kleidern zurecht kommen. Sie soll jedes dieser Mädel in eins davon stecken und alles an blonden Perücken mitbringen, was sie finden kann. Meine Güte, was für ärmliches Haar die eine da hat. Aber wenigstens ist sie nicht so fett wie die kleine daneben ...“ Er riss sich von dem Anblick los und wandte sich Rennfeld zu. „Wir müssen das Drehbuch umschreiben. Schick mir Holster. Und dann brauche ich noch Hummelflug ...“
„Sie meinen Meister Deamus Hummelbus“, warf Rennfeld ein.
„Ja, genau. Wo steckt der eigentlich? Hab ihn seit Tagen nicht gesehen.“
„Er schläft.“
„Was? Immer noch? War doch nur ein kleiner Zauber!“
„Ein ganzes Schloss erscheinen zu lassen ist ein großer Zauber.“
„Na ja, von mir aus.“ Bingler wedelte den Einwand fort. „Weck den Kerl auf. So einen kleinen Zauber wie eine von den Weibsbildern dort annähernd wie Klarissa aussehen zu lassen, wird er ja wohl noch hinkriegen.“
Rennfeld hatte da seine Zweifel. Doch er nickte nur. Als er sich auf den Weg machen wollte, Binglers Anordnungen weiter zu geben, sah er einen Fremden eilig herankommen. Er hob die Hand über die Augen um besser sehen zu können.
„Verdammich“, stieß er hervor. „Der hat uns gerade noch gefehlt.“
„Was ist los?“ Bingler drehte den Kopf, um zu sehen, wer gemeint war.
Rennfeld wurde einer Antwort enthoben, denn inzwischen hatte der Mann die beiden erreicht.
„Berger, mein Name“ rief er enthusiastisch und ergriff Binglers schlaff herabhängende Hand, um sie energisch zu schütteln. „Ich vertrete die ‚Freundin der Frau’ und möchte Sie zum Tod von Klarissa Ronaard befragen, dem aufgehenden Stern in der Filmwelt.“

Im Kindle-Shop: Rosen für Erkül Bwaroo (Erkül Bwaroo ermittelt 5)

Mehr über und von Ruth M. Fuchs auf ihrer Website.



18. Februar 2017

'Smaragdstern' von Lisa Torberg

Alles, was sie tun muss, ist, auf ihr Herz zu hören – doch sie kann ihr gegebenes Wort nicht brechen.

Die bildschöne, eiskalte Susan lebt in ihrer Heimatstadt London. Vom Schicksal hart getroffen, macht sie um ihre Mitmenschen generell einen großen Bogen. Das Einzige, was für sie zählt, ist ihre Karriere. So akzeptiert sie den Auftrag ihres Chefs und fliegt nach Sardinien, wo sie über den Verkauf des dortigen Luxusresorts entscheiden soll. Die einzige Bedingung ist die enge Zusammenarbeit mit dem Hotelmanager. Ausgerechnet! Denn Mario ist oberflächlich, zynisch, selbstherrlich, behandelt sie von oben herab und stellt sie vor dem Personal bloß, wann immer er kann. Je mehr sie ihn ignoriert, umso anzüglicher wird er und setzt gnadenlos das Lächeln seiner funkensprühenden dunklen Augen ein, das ihre Knie weich werden lässt. Somit ist für Susan die Kündigung dieses arroganten Typen bereits zu Beginn der Sommersaison beschlossene Sache. Aber das Schicksal drängt in eine andere Richtung.

Die romantische, prickelnde, spannende, berührende, abenteuerliche und zärtliche Geschichte spielt an einem der schönsten Schauplätze Europas, der italienischen »Costa Smeralda«, der Smaragdküste.

Gleich lesen: Smaragdstern

Leseprobe:
»Dort ist ein Tisch frei«, rief Karla und deutete nach draußen auf die Gartenterrasse. »Dürfen wir?«
Mit einem Blick auf die Uhr stimmte Mario zu. Die vor allem abends so begehrten Terrassentische blieben den Hotelgästen vorbehalten. Doch wer um halb neun noch nicht erschienen war, aß entweder im Gourmetrestaurant oder auswärts.
Karla und Mira saßen bereits mit Dave und Dan am unteren Ende. Mario wies Stefano und seinem Kollegen die äußersten Plätze an den Längsseiten zu, die zuerst einmal ablehnten. »Es ist sinnvoller, wenn ihr bei uns bleibt und sonst ist nichts frei. Oder wollt ihr neben dem Tisch stehen bleiben?«, fragte er. Und so landete Susan zwischen Drew und dem Bodyguard und sah Mario geradewegs in die Augen.
Als Stefanie auf der Terrasse erschien, atmete sie dann doch noch erleichtert auf. Jedoch nur kurz. »Unter den morgigen Anreisen gibt es ein paar altbekannte Spezialfälle. Da nehme ich lieber einen Salat mit ins Büro und arbeite weiter. Sonst lässt sich mein Mann von mir scheiden!« Mit dem ihr so eigenen glucksenden Lachen wünschte sie ihnen einen angenehmen Abend und ging eilig davon. Susan schlug die Speisekarte auf und senkte den Blick.
Es kam einfach keine Stimmung auf, zumindest auf ihrer Seite des Tisches. Die beiden Personenschützer holten je einen Teller Reissalat vom Buffet, aßen rasch, entschuldigten sich und standen dann einige Meter entfernt im Halbdunkel unter einer Palme auf dem Rasen. »Da können wir unsere Arbeit besser erledigen, als sitzend«, erklärte Stefano lapidar.
Mario und Susan verputzten schweigend die Antipasti, während am anderen Ende des Tisches angeregt über Filme diskutiert wurde. Drew warf ab und zu einen Kommentar ein, bis die Pasta serviert wurde. Er löffelte die Penne all’arrabbiata genauso in sich hinein, wie der Name aussagte: Zornig. Sein Gesicht wurde dabei immer röter, was wohl am Chili lag. Susan legte ihm die Hand auf den Unterarm, er schüttelte sie ab. »Keine Ahnung, was zwischen euch beiden abläuft«, schnaufte er wütend. »Ist mir auch egal. Aber ich habe die Schnauze voll.« Er sprang auf, hob die Serviette auf, die zu Boden gefallen war und lief quer über die Wiese davon. Dan schob seinen Sessel mit einem Ruck zurück und rannte ihm nach. Konsterniert sahen ihnen Karla und Dave hinterher, während Mira kopfschüttelnd den Blick auf die andere Seite wendete. Susan starrte auf ihren Teller und stocherte mit der Gabel in der Pasta herum. »Himmel, es geht mich ja nichts an«, sagte sie mit alarmierend leiser und tiefer Stimme. »Aber Dave hat recht. Zeitweise benehmt ihr euch wie Kinder im Sandkasten und dann, so wie heute, ist euer Schweigen schneidend und vermiest allen anderen rundherum die Stimmung.«
Mario sah sie an und holte Luft, doch sie unterbrach ihn unwirsch.
»Du bist mein Chef und ich respektiere dich. Aber als Freundin darf ich es dir, nein euch beiden, sagen. Gemeinsam seid ihr einfach nicht auszuhalten.«
Die nachfolgende Stille dauerte gefühlte Stunden, bis Susan aufstand und sich Mira zuwendete. »Verzeih bitte. Auch ihr.«, dabei sah sie zu Karla und Dave. »Ich gehe auf mein Zimmer.«
»Und du denkst, das ist die Lösung? Davonrennen? Es liegen noch fast drei Monate vor uns, das ist viel Zeit. Und die müssen wir alle gemeinsam zubringen. Entweder einer von euch beiden verschwindet aus Sardinien, oder ihr redet endlich miteinander.« Mit einer endgültigen Handbewegung schob sie den Teller mit der Pasta von sich. »Mir ist der Hunger vergangen«, setzte sie hinzu und stand auf. Susan drehte immer noch, mit gesenktem Kopf, den Saum der Stoffserviette zwischen den Fingern.
»Mira warte. Es tut mir leid, wirklich.«
»Schon möglich, Susan. Aber ihr beiden habt ein Problem, wir nicht. Ich hole jetzt die Jungs zurück, denn sie haben ein Recht auf ihr Abendessen nach einem langen Arbeitstag.« Damit drehte sie sich um und ging.
Karla und Dave saßen schweigend mit gesenktem Blick nebeneinander. Susan fühlte sich schuldig, ohne zu begreifen, was der Grund für diese fürchterliche Situation war. An Enricos Auftritt und Verschwinden konnte es nicht liegen. Immer noch bearbeitete sie den Saum der Serviette, als Mario plötzlich neben ihr stand und sie am Oberarm packte.
»Komm mit.« Sie fühlte den warmen Hauch seines Atems, als er ihr ins Ohr flüsterte. Wie eine lästige Fliege wollte sie ihn abschütteln, doch er umschloss ihren Arm noch fester. »Schluss damit. Wir gehen jetzt und reden, bevor uns das Personal davonrennt.« Sie drehte den Kopf. Trübsinnig sah er sie mit glanzlosen Augen an und ließ sie los. Kommentarlos warf sie die Serviette auf den Tisch, griff nach dem Walkie-Talkie und folgte ihm.
Trotz ihrer langen Beine musste sie fast laufen, um mit seinen Schritten mitzuhalten. Vor dem Personalhaus blieb er stehen und sah sich nach den Bodyguards um. Susan tippte mittlerweile den Code ein und zog die Tür auf.
»Wollt ihr mit hereinkommen?«
»Nein, wir bleiben hier, bis wir abgelöst werden«, antwortete Stefano für beide.
»Gut. Wann übernehmt ihr wieder?«
»Das entscheidet der Chef.«
»Also dann, bis morgen.«
Er legte seine Hand auf Susans Rücken und schob sie vor sich in den Hausflur. Sie ging zur Treppe und stieg rasch hinauf. Oben angelangt blieb sie abwartend stehen.
«Zu mir oder zu dir?«, fragte er.
Sobald er die Worte ausgesprochen hatte, wurde ihm der doppeldeutige Sinn klar. Er sah sie an und prustete los.

Im Kindle-Shop: Smaragdstern

Mehr über und von Lisa Torberg auf ihrer Website.



17. Februar 2017

'Ratet, wer ich bin' von R.D.V. Heldt

Ein lustiger und vielseitiger Rätselspaß für die Kleinen, vorgestellt von Emil, Luise und Hörnchen.

Ein Buch mit vielen kindgerechten Rätseln, für Kinder in der Altersgruppe von 6 - 12 Jahre. Es sind Denksportaufgaben enthalten, um die Konzentrationsfähigkeit der Kinder zu erhalten und zu steigern.

Gleich lesen: Ratet wer ich bin: Rätselspaß mit Emil, Luise und Hörnchen






Leseprobe:
Ob ihr mit euren Lösungen richtig lagt,
wird euch am Ende des Buches gesagt.

Seid aber nicht enttäuscht, wenn etwas nicht stimmt,
weil euch das mit Sicherheit niemand übel nimmt.

Ihr fangt ja erst zu lernen an,
darum geht mit Mut an die Sache ran.

1.
Ich locke viele Menschen an,
weil ich so schön duften kann,
Fasst man mich nicht behutsam an,
zeig ich, wie ich stechen kann.

Hörnchen hat auch schon Bekanntschaft damit gemacht.

2.
Schnipp und schnapp macht man mit mir,
egal ob Haare, Stoff, Papier.
Ich wäre scharf sagt man mir nach,
woraus ich kein Geheimnis mach.

Meine Mama benutzt das Ding auch immer.

3.
Mich gibt es in vielen Farben,
doch um etwas von mir zu haben,
müsst ihr mir helfen dick zu sein,
indem ihr mir blast Luft hinein.
Dies muss geschehen mit Bedacht,
damit ihr nicht kaputt mich macht.

Einmal tief Luft holen und los geht´s.

4.
Ich habe Zähne, kann aber nicht beißen,
dafür aber Haare ausreißen.
Wenn am Kopf ihr seid nicht kahl,
braucht ihr mich täglich ein paar Mal.

Wer schön sein will, braucht diesen Gegenstand unbedingt.

5.
Ich bin gelb und auch fast rund,
wenige nehmen mich gern in den Mund.
Doch verdünnt und in Speisen hinein,
schmecke ich dann frisch und fein.

Im Kindle-Shop: Ratet wer ich bin: Rätselspaß mit Emil, Luise und Hörnchen

Mehr über und von R.D.V. Heldt auf ihrer Website.